CCC against Chinese Firewall

Auf einer Webseite des CCC werden Techniken und Umgehungsmöglichkeiten der Zensurmaßnahmen erläutert. Journalisten und Besucher, die sich auf den Weg nach China machen wollen, bietet der CCC auf Anfrage USB-Sticks an, welche die Software TOR-Browser enthalten. Diese so genannten „Freedom Sticks“ bietet der CCC nur für den Zeitraum der Olympischen Spiele an. Beim Foebud e.V. können außerdem jederzeit im Internet-Shop die „Privacy Dongles“ bestellt werden.

Um die chinesische Zensur zu umgehen, benutzt der Freedom Stick das TOR-Netzwerk. TOR ist ein weltweites System von Servern, die von Freiwilligen betrieben werden, um Zensur und Unterdrückung von Informationen im Internet durch Anonymisierung der Datenpakete zu umgehen. Dazu werden die Pakete verschlüsselt und durch verschiedene Server des TOR-Netzes geleitet, so dass ihr Ursprung nicht mehr feststellbar ist. Die umstrittene Vorratsdatenspeicherung, über die das Bundesverfassungsgericht wegen mehrerer Verfassungsbeschwerden noch entscheiden wird, kriminalisiere den Betrieb von Knoten des TOR-Netzes.

http://chinesewall.ccc.de/index-de.html

China hat eine Mauer gebaut. Heutzutage baut man Mauern nicht mehr nur über Hügel und Felder, sondern auch im Internet. Die Menschen in China leben hinter einer Mauer, und nur was die chinesische Regierung erlaubt, darf durch diese Mauer hindurch ins Land kommen. Da tausende Reporter jetzt das Reich der Mitte bereisen, um dort über die „Olympischen Spiele“ zu berichten und um die Völkerverständigung voranzutreiben, stehen sie ebenfalls vor dieser Mauer, wenn sie das Land elektronisch verlassen wollen. Ganz genauso wie die Chinesen selbst auch.

Tatsächlich ist aber eine informationstechnische Mauer löchriger als ihr reales Pendant. Mit nur wenigen Handgriffen und vielleicht ein wenig Hilfe von außen kann sich jeder sein eigenes Loch in dieser Mauer schaffen. Zensur im Internet ist nicht nur ein ungerechter Versuch, Information zu kontrollieren. Zensur ist auch zum Scheitern verurteilt.

Wir wollen zeigen, daß man sich nicht mit der Zensur abfinden muß. Wir wollen Reportern und anderen Interessierten helfen, ihr Loch in der Mauer zu finden und das Recht eines jeden Menschen nach freiem Zugang zu Informationen zu nutzen.

Gulli:

Mit Open-Source Software soll man durch die „Great Firewall of China“ kommen

MMagazine:

Wie China das Internet zensiert

IOC schwächt Pressefreiheit

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One Comment - “CCC against Chinese Firewall”


  1. Erschreckend das der CCC diesen Service wohl bald auch auf Deutschland erweitern muss, wenn unser Bundespräsident den netten neuen Gesetzentwurf zur Internetzensur in Deutschland nun unterzeichnet.


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