Der Terroristen-Counter der USA tickt unaufhaltsam

Die American Civil Liberties Union (ACLU) ist der Auffassung, dass Freiheit geschützt werden muss, weil es in der Natur der Sache liegt, dass sie es selbst nicht kann. Aus diesem Grund hat die ACLU auf ihrer Webseite einen Counter platziert, der die unermüdlich steigende Anzahl von Terroristen, bzw. solche Personen, die es in den Augen der US-Regierung sein sollen, zählt. Noch in diesem Monat wird die Liste die Millionengrenze übersteigen. Am 14. Juli findet aus diesem Grund eine Veranstaltung statt, um auf die zweifelhaften Sicherheitsmaßnahmen der „watch list“ hinzuweisen.

Bereits im September 2007 verfügte das US-Verteidigungsministerium über eine Terroristen-Datenbank mit über 700.000 darin befindlichen Namen. Neben mehreren unschuldigen Personen findet sich dort auch so manche Prominenz wieder. Nelson Mandela war es, dem bei der Einreise in die USA immer wieder Steine in den Weg gelegt wurden. Anfang dieser Woche wurde Nelsons Name allerdings von der Watchlist gestrichen.

Auf der Liste befinden sich sogar Senator Edward Kennedy, mehrere Politiker und Abgeordnete des Kongresses, der Bush-Kritiker und Buchautor James Moore und auch der populäre Sänger Yusuf Islam, besser bekannt als Cat Stevens. Saddam Hussein war sogar zu dem Zeitpunkt gelistet, als er sich schon längst in Haft befand.

Monatlich wächst die Liste um jeweils rund 20.000 Einträge. Da die Liste unaufhaltsam an Größe zunimmt, wird man noch im Juli die Millionen-Hürde überwinden. Eine stattliche Zahl, die von US-Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden stetig mit neuen Namen gefüttert wird. Nach Informationen der ACLU ist für die Personen ein Eintrag in der „watch list“ mit massiven Problemen z. B. bei der Einreise verknüpft. Angefangen von direkten Verhören bis hin zu Befragungen von Arbeitskollegen und von Personen im privaten Umfeld ergibt sich eine lange Liste negativer Konsequenzen, die damit verbunden sind. Betroffen sind natürlich auch alle unschuldig Verdächtigten. Extrem schwer ist es wieder von der Liste gestrichen zu werden. Eigentlich müssen aussagekräftige Beweise gegen die betreffende Person vorliegen, um den Listeneintrag zu rechtfertigen. Und diese Verdachtsmomente gilt es dann zu widerlegen. Zudem wird man natürlich nicht über die Aufnahme in den erlesenen Kreis der Bombenleger aufgeklärt. Das ergibt sich spätestens in dem Moment von selbst, wenn man bei der Einreise in die USA erhebliche Probleme bekommt oder der Flug, wie im Fall von Cat Stevens, einfach zu einer anderen Stadt umgeleitet wird.

Das zentrale Terroristen-Verzeichnis stößt in Regierungskreisen aber nicht nur in den USA auf Interesse, die Europäer haben längst nachgezogen. Neben einer vergleichsweise kleinen Anti-Terror-Datenbank in Deutschland versucht unser Nachbar Frankreich schon im Vorfeld vorzusorgen. Früh übt sich: Dort werden bereits Personen im Kindes- und Jugendalter erfasst, bei denen die Möglichkeit besteht, dass diese auf die schiefe Bahn geraten könnten. ACLU, watch, list, counter, terroristEine vorbeugende Maßnahme, die auch in den umliegenden Ländern auf reges Interesse stoßen könnte.

(Text & Bild via aclu.org, thx!)

American Civil Liberties Union : Watch List Counter

Watchlistcounter

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