Open-Trace.net – Spuren im Netz

Das Projekt Open-Trace.net des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung ist ein Versuch dem Internetsurfer aufzuzeigen, wie viele Spuren er beim surfen hinterlässt. Dabei wird einem sehr deutlich aufgezeigt, was alles durch simples surfen herauszufinden ist. Wir haben die Seite getestet, und sind vom Ergebnis überrascht.

Für unseren Test haben wir explizit heikle Seiten ausgewählt. Die Ergebnisse die Open-Trace.net uns am Ende liefert, sind erschreckend genau, wenngleich sie nur eines verdeutlichen. Zu viele Daten bieten zuviele Informationen. Wenn diese in die falschen Hände geraten, ist die Erstellung eines Bewegungs- und Verhaltensmusters keinerlei Problem mehr. Die angesurften Seiten für unseren Test waren:

gulli.com, rapidshare.com, foren-city.de, youporn.com sowie musiclounge.x2.to. Nach dem Besuch der vorgenannten Seiten erhielten wir von Open-Trace folgendes Surfprofil zugewiesen:

„Der Zeitraum Ihrer Internetnutzung deutet auf berufliche Nutzung hin (Hauptzeit 16 Uhr) und wird überwiegend von K aus getätigt. Sie planen den Download und die Verwendung illegaler Software (23.89% gulli.com lt. Positivliste). Sie werden angezogen durch die explizite Darstellung sexueller Handlungen (u. a. 14.29% youporn.com lt. Positivliste). Sie sind auf dem Weg, sich auf illegalem Weg mit Musiktiteln zu versorgen (u. a. 12.39% rapidshare.com lt. Positivliste). Sie verlassen sich bei der Auswahl ihrer Quellen weitestgehend auf das Internet (u. a. 12.39% google.de lt. Positivliste). Ihr Liebesleben ist unbefriedigend und Sie sind auf der Suche nach einem erotischen Abenteuer (u. a. 12.39% sexykurven.com lt. Positivliste). Sie bevorzugen den elektronischen Kontakt zu Ihrem Bekanntenkreis (u. a. 10.39% foren-city.de lt. Positivliste).“

Über die Korrektheit der ausgegebenen Daten lässt sich mit Sicherheit streiten. So lieferte uns ein Besuch auf mp3.de als Ergebnis, wir würden illegal Musik downloaden wollen. Dennoch ist das Profil äußerst genau und kann mit relativ großer Sicherheit bestimmen, welche Rückschlüsse der Besuch solcher Seiten auf den Surfer zulässt. Wer sich dem Selbsttest fügen will, der kann dies auf open-trace.net tun. Sobald das Profil ausgelesen wird, erhält man einen Fingerabdruck angezeigt, welchen man durch klicken vergrößern kann. Erzeugt wird dieser Fingerabdruck dabei durch Stichwörter, die den angesurften Seiten zugeordnet wurden, ein nettes Feature, das einen mit Sicherheit verdeutlicht, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre ist.

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