Archiv für Juni 2008

BITFILM-FESTIVAL 2008

06/26/2008

Auf der Bitfilm-Homepage kann jeder, der sich anmeldet, bis zum 1. Juli alle Filme online ansehen.

[thnx to spiegel.de]

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Vermisst: 180 Laptops und 210 Handys der Republik

06/26/2008

Mit dem Diebstahl von Laptops von Ministern wurden prominente Fälle von Laptop-Verlusten der Republik bekannt – Insgesamt geht erheblich mehr verloren

Kaum ein Monat, in der nicht über den Verlust oder Diebstahl von Notebooks oder Daten im Regierungsbesitz berichtet wird. Zuletzt wurden Laptops aus den Büros von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky und Umweltminister Josef Pröll gestohlen; in Großbritannien gab es mehrere spektakuläre Fälle von Verwaltungsdaten, die „verloren“ gingen.

32 PCs, 180 Laptops, 210 Handys, vier Handhelds und 21 USB-Datensticks

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Open-Trace.net – Spuren im Netz

06/26/2008

Das Projekt Open-Trace.net des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung ist ein Versuch dem Internetsurfer aufzuzeigen, wie viele Spuren er beim surfen hinterlässt. Dabei wird einem sehr deutlich aufgezeigt, was alles durch simples surfen herauszufinden ist. Wir haben die Seite getestet, und sind vom Ergebnis überrascht.

Für unseren Test haben wir explizit heikle Seiten ausgewählt. Die Ergebnisse die Open-Trace.net uns am Ende liefert, sind erschreckend genau, wenngleich sie nur eines verdeutlichen. Zu viele Daten bieten zuviele Informationen. Wenn diese in die falschen Hände geraten, ist die Erstellung eines Bewegungs- und Verhaltensmusters keinerlei Problem mehr. (mehr …)

Berliner Polizei überwacht eine Million Telefonate

06/26/2008

Die Polizei der Hauptstadt hat im Jahr 2007 die Telefone von über 1100 Berliner Bürgern angezapft. Nach Angaben der Justizverwaltung wurden dabei fast eine Million Telefongespräche abgehört.

Im Vergleich zum Jahr 2006, in dem 540 Berliner von derartigen Abhöraktivitäten betroffen waren, ist dies ein deutlicher Anstieg. Wie die Berliner Morgenpost berichtete, wurde ein Großteil der Anschlüsse bis zu vier Wochen lang abgehört, zwei davon über die Dauer von zehn Monaten. In einem Fall hörte die Polizei sogar 14 Monate lang mit. (mehr …)

„ELENA abgenickt“ Ist Datenmissbrauch vorprogrammiert?

06/26/2008

Wie erwartet wurde ELENA heute vom Kabinett abgenickt. Bei der gulli Redaktion sind die ersten Stellungnahmen bezüglich der geplanten Vorratsspeicherung aller Einkommensdaten angekommen. Bettina Sokol, die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW schickte uns kürzlich ihr Statement zu, obwohl sie heute meistenteils unterwegs war. Auch der Branchenverband BITKOM bezieht mit deren Pressemitteilung Stellung. Kontroverser hätten die Aussagen kaum ausfallen können.

Bettina Sokol, die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW zum Thema ELENA:

Eines der Probleme von Elena ist die Speicherung von Daten auch solcher Personen, die zum Glück niemals in ihrem Leben auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen sein werden. Die Speicherung solcher Daten ist völlig überflüssig und wirft deshalb verfassungsrechtliche Bedenken auf. Ein weiteres Problem ist die enorme Datenmenge, die bei der zentralen Speicherstelle anfallen wird. Zentrale Datenpools sind natürlich eine Herausforderung für jeden Hacker. Dass Sicherheitslücken aufgrund technischer Fehler oder menschlichen Fehlverhaltens entstehen können, ist uns doch gerade am Beispiel einiger Meldeämter deutlich vor Augen geführt worden. Dort wurden geradezu auf dem Silbertablett Meldedaten der Bevölkerung im Internet serviert. Neben Missbrauchsrisiken besteht leider die Erfahrung, dass zentrale Datenpools auch Begehrlichkeiten wecken, sie zu anderen als den ursprünglich festgelegten Zwecken zu nutzen. Wer auf lange Sicht auf die Daten wird zugreifen können, ist völlig ungewiss. Die Folgen für die rund 40 Millionen betroffenen Menschen sind langfristig gar nicht absehbar.

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Radiosender sind Piraten

06/25/2008

Ein Ableger der RIAA scheint nun darauf abzuzielen, auch Radiosender als Piraten abzustempeln. Dabei ist musicFIRST ein solcher, der gegenwärtig zahlreiche Radiosender mit harscher Kritik übersäht. Man sehe die Sender als Piraten an, wenngleich nicht im klassischen Sinne, und möchte deswegen mehr Abgaben von ihnen haben.

Die Ziele von musicFIRST sind also klar definiert. Mehr Zahlungen seitens der amerikanischen Radiostationen, da diese nicht besser seien als die Filesharer. Es geht also nach wie vor nur um Geld, wenngleich dabei jemand attackiert wird, der mit Piraterie eigentlich gar nichts zu tun hat. (mehr …)

G8 erwägen regelmäßige Checks der Musikdateien

06/25/2008

Ein neues Urheberrechtsabkommen der Gruppe der Acht Staaten (G8) könnte dazu führen, dass sich Zöllner in Zukunft vermehrt für Daten von Reisenden interessieren. Sie sollen moderne Handys, Laptops und MP3-Spieler auf Raubkopien überprüfen. Was derzeit noch für die Terror- und Verbrechensbekämpfung eingesetzt wird, könnte bald auch der Verfolgung von Raubmordkopierern dienen.

Im Moment wird von den Mitgliedsstaaten der G8 ein neues Urheberrechtsabkommen diskutiert. Mitglieder der G8 sind: Deutschland, die USA, Japan, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Russland. Das „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ (Handelsabkommen gegen Produktfälschung, kurz Acta) soll aus normalen Zöllnern regelrechte Copyright-Cops machen. Die Idee: Beim Grenzübertritt sollen diese weit häufiger als bisher die Inhalte von Handys, Computern, MP3- und Videospielern prüfen, um festzustellen, ob ein Reisender illegale Dateien importieren will. Wenn ja, drohen dem Beklagten der Einzug der entsprechenden Geräte, Bußgelder, Klagen und die Möglichkeit, an der Grenze abgewiesen zu werden. Die Beweislast scheint dabei aufseiten der Konsumenten zu sein. Wie soll der ohne seine Original-CD beweisen, dass es sich lediglich um gerippte Stücke einer legal erworbenen CD handelt? Auch das Umgehen von DRM oder anderen Kopierschutzmaßnahmen ist in vielen Ländern illegal, egal ob die CD gekauft wurde oder nicht.

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