Branchen-Wachhund legt Web-TV-Sender mit Attacken lahm

Eine legale Web-TV-Plattform in den USA ist zum Ziel einer Netz-Attacke geworden, die einen Server des Unternehmens tagelang lahmlegte. Der Schaden soll Zehntausende von Dollar betragen – die Angreifer stehen in den Diensten der Platten- und Filmindustrie.

Das Unternehmen MediaDefender ist eine Art Online-Schutztruppe für die Musik- und Filmbranche. Es macht sein Geschäft damit, anderen den Spaß zu verderben – an aus Tauschbörsen heruntergeladenen Songs und Filmen. MediaDefenders Geschäftsmodell: „Wir schicken leere Dateien oder Datenrauschen, die genauso aussehen, wie eine echte Antwort auf eine Suchanfrage für einen bestimmten Titel.“

Anders formuliert: MediaDefender verunreinigt illegale Tauschbörsen mit gefälschten Files, so dass „es leichter wäre, eine Nadel im Heuhaufen zu finden als ein echtes File zwischen unseren Gegenmaßnahmen“. Doch die „Gegenmaßnahmen“ des Unternehmens, das stellt sich jetzt heraus, sind zuweilen noch deutlich rabiater. Was Ein US-Unternehmen, das sein legales Geschäft mit Netzvideos macht, nun schmerzlich zu spüren bekam.

„Cnet News“ berichtet, das Webangebot von „Revision3“ sei am in den USA langen Wochenende ab dem 24. Mai nicht erreichbar gewesen. Der Grund waren massenhafte Zugriffe auf den Server des Unternehmens, Tausende pro Sekunde von einer einzigen IP-Adresse in Los Angeles. Der entsprechende Rechner steht bei MediaDefender. Cnet zitiert den Chef von Revision3 mit den Worten, der Ausfall über das lange „Memorial Day“-Wochenende in den USA habe sein Unternehmen Zehntausende von Dollar in verlorenen Werbeeinnahmen gekostet und Hunderttausende Fans der Seite verärgert. Bei Revision3 laufen populäre Web-TV-Formate wie „Diggnation“, eine Netz-Schau mit „Digg“-Gründer Kevin Rose.

Bei MediaDefender gibt man zu, dass man für das Zusammenkrachen des Revision3-Servers verantwortlich ist – man habe aber nicht gewusst, dass hinter dem Rechner ein legales Unternehmen steckte. Offenbar waren in den Wochen vor dem Zwischenfall über den Revision3-Server nicht nur legale Transaktionen, sondern auch illegaler Peer-to-Peer-Traffic abgelaufen. „Sie hatten einen offenen Tracker mit Links zu einer Menge raubkopierten Inhalten“, sagte MediaDefender-Chef Randy Saaf zu „Cnet“. Man habe nicht gewusst, dass hinter dem Rechner ein legales Unternehmen steckte.

Bei Revision3 verteidigt man sich damit, dass …weiterlesen

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