Laptops vor Einreise in die USA ausmisten!

Der neunte Gerichtsbezirk bearbeitet derzeit einen Fall, bei dem ein Reisender dagegen klagt, dass die Beamten der Grenzbehörde seinen Laptop bei seiner Einreise ohne jeden Verdacht gestartet und dessen Inhalt untersucht haben. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat neben zahlreichen anderen Organisatinen beim Kongress Protest gegen diese Handhabe eingelegt. Bei Geschäftsreisenden geraten sonst Interna von Unternehmen, Klienteninformationen von Rechtsanwälten und andere sensible Daten in staatliche Hände, wenn die Mitarbeiter der Grenzbehörde CBP den Inhalt der Festplatten kopieren und aufbewahren. Man setzt sich dafür ein, dass die Daten von Smartphones, Handys und Laptops künftig bei der Einreise rechtlich vor dem Zugriff der Beamten geschützt werden sollen.

Die EFF beklagt, dass vielen Amerikanern sicherheitsrelevante Aspekte im Umgang mit digitalen Medien noch immer fremd sind. Wie also sich schützen, außer man lässt solche Geräte wie das Notebook oder das iPhone gleich zu Hause? Die Beamten der United States Customs and Border Protection (CBP) werden schon aufgrund der Masse nicht jeden einzelnen Computer kontrollieren wollen. Sie konzentrieren sich auf die Hardware solcher Personen, die aufgrund ihrer Rasse, Berühmtheit oder anderer Faktoren zuvor die Aufmerksamkeit einer der Behörden auf sich gelenkt hat. Laut den Angaben der EFF wird es nicht mehr lange dauern, bis man den Inhalt der Festplatten binnen weniger Minuten komplett untersuchen und analysieren kann.

Einen Container oder komplette Partitionen zu verschlüsseln ist aus mehrfacher Sicht keine gute Option. Die Beamten werden zwar in manchen Fällen den Reisenden ohne jegliche Kontrolle der Hardware passieren lassen. Anderenfalls wird man versuchen Sie dazu zu bewegen, ihnen das entsprechende Passwort auszuhändigen. Von einer Beschlagnahmung des PCs bis zur Verweigerung der Einreise steht den Mitarbeitern an Möglichkeiten alles offen, sollten diese keinen Zugriff auf die gewünschten Daten kommen. Auch ist jegliche Verschlüsselung rein technisch gesehen kein 100%iger Schutz, zumal diese Option bei Smartphones oder Handys nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht. Zumal: Wer mag schon die Flugkosten bezahlen, um dann nicht in sein Zielland einreisen zu dürfen oder über mehrere Monate auf seine Hardware zu verzichten, weil diese eingezogen wurde?

Amerikanische Unternehmen schicken ihrer Mitarbeiter mit zuvor komplett gereinigten Maschinen auf die Reise. Auf diesen absolut cleanen Geräten sind lediglich die Basics für die tägliche Arbeit und keinerlei Altlasten wie uralte E-Mails oder andere Daten etc. gespeichert. Vor der Ausreise aus den USA werden die Mitarbeiter erneut angehalten, ihre Festplatten zu säubern und auch die Reste der gelöschten Daten unzugänglich zu machen. Auf diese Weise können die Rechner überprüft und der Flug trotzdem sorgenfrei und ohne Zwischenfälle durchgeführt werden.
(Via externer Link in neuem Fenster folgteff.org)[gulli]

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