Plastik zerstört Leben

Gestern war wieder ein interessanter Bericht auf ARTE TV. Es ging darum wie Plastik unser Leben beeinflusst und unsere Gesundheit zerstört.

Ein paar Stichwörter:

  • Plastik kommt durch Tiere die Plastikteile essen (zB.: Vögel) in die Nahrungskette
  • Plastik hat keine Halbwertszeit, es zersetzt sich nur so lange, bis man es nicht mehr sieht. Dadurch werden sie von Fischen aufgenommen.
  • Weichmacher die zB in Kinderspielsachen sind (Kauspielzeug) sind höchst Krebserregend
  • Plastik ist ein Nebenprodukt der Benzingewinnung

Bericht

Lange Zeit galt Plastik als die herausragende Errungenschaft der modernen Zivilisation. Doch gerade der größte Vorteil der Kunststoffe, nämlich unvergänglich zu sein, ist auch ihr größtes Problem. Berge von Plastikmüll haben sich angehäuft. Die chemischen Zusatzstoffe belasten weltweit zunehmend das Ökosystem. Jetzt fordert der Verfahrenstechniker Professor Michael Braungart eine radikale Lösung. Jeder verwendete Stoff muss frei von Giften und jedes Einzelteil recycelbar sein.

NDR © DENKmal-Film

Die Faszination und Begeisterung für Plastik ist genauso groß, wie die Liste der Probleme und Risiken dieses Werkstoffes lang ist. Die meisten Kunststoffe des täglichen Bedarfs sind nahezu unvergänglich und geben über die Zeit viele ihrer chemischen Zusatzstoffe an die Umwelt ab. Verteilt durch Wind, Wasser oder illegale Müllentsorgung im Meer, finden sie sich heute auf dem gesamten Planeten, selbst in zivilisationsfernen Meeresregionen. Eisbären und Beluga-Wale sind mit Weichmachern aus den 60er und 70er Jahren belastet. Das beeinträchtigt laut Aussagen einer aktuellen Studie des WWF ihre Fortpflanzung. Dringendstes und größtes Problem ist jedoch die Eigenschaft des Plastiks, die anfangs so herbeigesehnt wurde: seine Langlebigkeit.
Im Pazifik, zirka 2.000 Kilometer nordwestlich von Hawaii, schwimmt ein Teppich aus Plastikpartikeln, der die Größe Mitteleuropas hat. Auf jedes Kilo Plankton kommen sechs Kilo Plastikmüll. Bis zur Zersetzung in zirka 500 Jahren werden Meerestiere diese Partikel schlucken und daran verenden. Die einzige Lösung liegt derzeit im Recycling.
Und genau dieses Recycling will Michael Braungart, Professor für Verfahrenstechnik, revolutionieren. Wenn es nach ihm geht, muss alles neu erfunden werden. Jeder verwendete Stoff muss ungiftig und die Einzelbestandteile eines Produktes müssen voneinander trennbar sein. Nur so können sie als Rohstoff wiederverwendet werden oder als verrottbarer Stoff in den Kreislauf der Natur zurückgelangen.

Donnerstag, 24. April 2008 um 16.45 Uhr
VPS : 16.45
Wiederholungen :
Keine Wiederholungen

Plastik
(Deutschland, 2008, 43mn)
NDR
Regie: Bertram Verhaag

http://www.arte.tv/de/Plastik

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One Comment - “Plastik zerstört Leben”

  1. Jörg Says:

    Passend dazu kommt im Herbst dieses Jahres auch ein Film in die Kinos: Plastic Planet. Dabei geht es genau um das Problem, wie stark Plastik heutzutage schon in unserem Alltag integriert ist und es auch in Zukunft sein wird. Außerdem ist es gesundheitsschädlich.


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