Raubkopien sind bei Jugendlichen Normalität

Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 95 Prozent aller Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren regelmäßig Audio-CDs kopieren. Die Musikindustrie sollte sich von veralteten Strukturen lösen.

Alle Welt redet davon, wie stark der Web-Download urheberrechtlich geschützten Materials der Musikindustrie schadet. Viele Konzerne entwickeln unter anderem deshalb derzeit Flatrate-Angebote für Musikkonsumenten (siehe » Musik-Flatrate auch von Sony BMG«), um illegale Downloads einzugrenzen. Doch die Gefahr lauert woanders: Laut einer Untersuchung des Verbandes Britisch Music Rights (BMR) stellt das Offline-Kopieren ein viel stärkeres Problem für die Musikindustrie dar als Filesharing.

Demnach gehört es für 95 Prozent aller Teenager zwischen 16 und 24 Jahren zum Alltag, sich Audio-CDs illegal zu kopieren statt zu kaufen. Zudem lädt die Hälfte der für die Studie befragten Jugendlichen ganze Alben auf die eigene Festplatten, die der Freunde oder gleich auf einen MP3-Player. Für etwa die Hälfte aller Audiotitel der Sammlung eines Durchschnitts-MP3-Players wird nichts bezahlt. Zwei Drittel der Jugendlichen kopieren pro Woche mindestens fünf Audio-CDs für ihre Freunde. Den meisten ist es gleich, dass ihr Tun illegal ist. Über 50 Prozent gab an, sich darüber bewusst zu sein — es aber trotzdem zu machen.

Doch nicht der jugendliche Raubkopierer ist es, der mit der Studie am Pranger stehen soll: Laut Pressetext Österreich sieht der BMR-Chef Feargal Sharkey — ehemals Sänger der Undertones — die Musikwirtschaft in der Pflicht. Von Labels und Musikkonzernen fordert er, dass sich diese endlich auf die aktuellen Bedürfnisse der Konsumenten einstellen müssen. Denken die Konzerne nicht endlich um, so wird laut Sharkey die nächste Generation von Musikern darunter leiden. [THG]

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2 Kommentare - “Raubkopien sind bei Jugendlichen Normalität”

  1. ieo Says:

    laut piratenpartei sind bis zu 7 privatkopien zur weitergabe an freunde absolut erlaubt. der begriff raubkopierer ist außerdem falsch. jeder, der mal einer versicherung den unterschied zwischen raub und diebstahl erklären musste weiß, dass raub die anwendung von (meist körperlicher) gewalt erfordert.
    eigentlich sind es diebstahl-kopierer, denn es handelt sich um den diebstahl (geistigen) eigentums, das in den aller meisten fällen nicht aus dem bestohlenen herausgeprügelt wurde.
    das hört sich natürlich nicht halb so dramatisch an und reicht auch nicht aus um kampagnen wie „raubkopierer sind verbrecher“ zu starten. raubkopierer, kinderschänder, terroristen – damit lässt sich richtig stimmung gegen das internet machen, besonders bei leuten, die davon kein ahnung haben.
    das wollte ich nur mal erwähnt haben.

  2. thalex Says:

    Yep!

    Ich bin auf deiner Seite! 🙂


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