Naturgetreue virtuelle Welten in Reichweite

„Wahrnehmung der Menschen ist entscheidendes Kriterium“

New York (pte/05.04.2008/13:30) – Bereits in wenigen Jahren werden virtuelle Welten möglich sein, die durch nichts mehr von der tatsächlichen Realität zu unterscheiden sind. Das behauptet zumindest Michael McGuigan, Forscher am Brookhaven National Laboratory in New York http://www.bnl.gov. Schon heute sei es kein Ding der Unmöglichkeit mehr, digitale Umgebungen so zu gestalten, dass sie sich für das menschliche Auge nicht mehr von der ursprünglichen realen Welt unterscheiden lassen. Das Problem liege bislang lediglich noch darin, dass die Entwicklung derartiger Szenerien in der Regel viele Stunden an Renderarbeit benötigen. Es genüge McGuigan zufolge deshalb nicht, nur fotorealistische Grafiken zu produzieren. Eigentliches Ziel müsste es nach Meinung des Forschers vielmehr sein, eine Software zu entwickeln, die solch naturgetreue Umgebungen in Echtzeit umrechnen kann.

Um die derzeitigen grafischen Möglichkeiten einem ultimativen Test zu unterziehen, hat McGuigan den am Brookhaven National Laboratory stationierten Supercomputer Blue Gene/L dazu verwendet, um eine fotorealistische virtuelle Umgebung berechnen zu lassen. Der Supercomputer, der aktuell als einer der stärksten Rechner der Welt gilt, erreicht durch die parallele Verbindung von 36.864 Prozessoren eine Rechenkraft von 103 Teraflops, das entspricht 103 Trillionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Besonderes Augenmerk legte McGuigan dabei auf die Fähigkeiten von Blue Gene/L, verschiedene in der Natur zu beobachtende Lichteffekte nachzustellen. Dabei stellte sich heraus, dass der Supercomputer mit konventioneller Software rund 822-mal schneller natürliche Lichtberechnungen durchführen konnte als ein durchschnittlicher Standard-PC. Trotz diesen gewaltigen Unterschieds sei es laut McGuigan allerdings immer noch nicht möglich, die Renderprozesse tatsächlich in Echtzeit durchzuführen. In wenigen Jahren jedoch, so schätzt der Forscher, werden weiterentwickelte Supercomputer diese Aufgabe endgültig gelöst haben. …weiterlesen

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