RIAA, wo bleibt unser Geld aus den Entschädigungen?

Einige hundert Millionen hatten die „Big Four“ durch Schadenersatzklagen gegen Filesharing-Anbieter wie Napster, iMesh, KaZaA oder Bearshare abgegriffen. Wieviel Schaden durch die bösen Tauscher entstanden sei, wussten die Kläger damals immer recht genau. Geht es darum, was davon bei den Bands ankommen soll, ist auf einmal alles wieder unklar. Weshalb einige Künstler inzwischen laut über eigene Klagen nachdenken.

Was mehr als peinlich ist – denn bei Klagen bzw. den „außergerichtlichen Einigungen“, die von den Labels gegen einzelne P2P-Nutzer durchgesetzt wurden, veranschlagten die Labels immer recht konkrete „Schäden“, die anhand konkreter, angebotener Tracks entstanden seien. Von diesen will man heute offenbar nichts – beziehungsweise nichts genaues – mehr wissen: Quellen aus dem Business berichteten der New York Post, man müsse immer noch herausfinden, wieviel Schadenersatz welchen Künstlern anteilig zustehe, viele würden auch gar nichts aus den millionenschweren Deals mit Napster, KaZaA und Konsorten erhalten, da sie nicht geschädigt worden seien.

Die „Herausfinderei“ dauert den Musikern nun ein wenig zu lange. Und einige Bands und Musiker erwägen nun, selbst gegen die Majors zu klagen, wenn nicht bald Geld aus den P2P-Beilegungen fließt. Wer das sagt, muss es wissen: das Statement kommt vom Anwalt John Branca, der unter anderem bereits die Rolling Stones und Korn rechtlich vertreten hat. Das Problem könnte nur sein, dass bei näherer Betrachtung nicht mehr viel zum Verteilen da sein könnte: die Quellen der NY Times wollen ebenso wissen, dass ein Großteil der Entschädigungen – wie gesagt, wir reden von Summen in dreistelliger Millionenhöhe – bereits durch Verfahrens- und Anwaltskosten aufgezehrt wurde.

Entsprechend pessimistisch sind die Stimmen aus dem Musikerlager. Es sei nie einfach, an Geld der großen Labels heranzukommen, die in der jetzigen Lage auch zum Versteckspiel neigen würden. Möglicherweise werden sie irgendwann tatsächlich gezwungen, etwas zu zahlen. Dazu passt allerdings auch, dass alle drei betroffenen Majors – SonyBMG als Napster-Eigentümer erhielt keine Entschädigungen aus dem dicken Deal mit Napster – bestreiten, irgendwelche Gelder zurückzuhalten. Vielmehr sei die Verteilung schon im Gange.[Gulli]

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