Bundestrojaner: Schnüffeltool muss von Hand installiert werden

Ist das die gute Nachricht des Tages?!? Haben wir was zu feiern?

Es bleibt abzuwarten ob der Bundestrojaner nicht anders eingesetzt wird. Schließlich hat das BKA schon viel Arbeit und Geld in dieses Projekt gesteckt. So einfach gibt eine Behörde nicht auf. Vieleicht erfahren wir erst in 10 Jahren dass alles nur ein Bluff war und er trotzdem verwendet wurde. Natürlich ohne das die zuständigen Behörden davon gewusst hätten.

Ich schlage vor, trotzdem wachsam zu bleiben.

Story:

Deutsches Spionageprogramm muss individuell an PC angepasst werden – Massendurchsuchung mit „Bundestrojaner“ auch in Österreich nicht zu befürchten

Die politisch auch in Österreich umstrittene Online-Durchsuchung wird in Deutschland womöglich schon bald in der Praxis beweisen, ob sie wirklich die erhoffte Wunderwaffe im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist: Seit Monaten arbeitet das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) mit Hochdruck an der Entwicklung eines Spionageprogramms zum heimlichen Ausspionieren von Computern per Internet. Und sobald die Große Koalition die am Mittwoch erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu den Grenzen der Online-Durchsuchung in geltendes Recht umgesetzt hat, dürften die ersten Angriffe auf die Computer mutmaßlicher Terroristen und ihrer Helfer starten.

Zuerst die Vorder- dann erst die Hintertüre

Zunächst aber nicht mit Hi-Tech: Um elektronische Hintertüren an einem Computern zu öffnen, müssen die BKA-Beamte erst einmal heimlich durch die Vordertür der Wohnung des Verdächtigen eindringen und vor Ort das Betriebssystem des Rechners kopieren. Nach Recherchen des Technikmagazins „Chip“ wird dann im BKA die Konfiguration des Rechners und seiner Firewall analysiert und anschließend ein individuell auf den Computer angepasstes Schnüffelprogramm, die sogenannte „Remote Forensic Software“ (RFS), geschrieben.

Schnüffelprogramm per Hand installieren

Danach müssen die BKA-Beamte wieder bei einer günstigen Gelegenheit in die Wohnung des Verdächtigen eindringen und das Schnüffelprogramm per Hand installieren. Zudem müsste eine eventuell zum Schutz installierte Firewall auch noch umkonfiguriert werden, damit sie die RFS-Daten beim Onlineversand an die Behörde nicht blockiert. Falls heimliche Wohnungsbesuche nicht möglich sind, könnte das BKA laut „Chip“ versuchen, die Schüffelsoftware als „Bundestrojaner“ in E-Mails von Behörden zu verstecken und online einzuschleusen.

Kein Großangriff

Ein Großangriff auf deutsche Computer dürfte also nicht bevorstehen. Auch in Österreich erwartete der ehemalige Leiter des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Gert Rene Polli, maximal ein bis zwei Zugriffe pro Jahr mit Hilfe kriminalistischer „Spyware“ oder „Trojanern“. Als Trojaner bezeichnet man Programme, die sich in als nützlich getarnten Computerprogrammen verstecken (daher die Anlehnung an das Trojanische Pferd) und ohne Wissen des Anwenders Aktionen auf dem Computer ausführen, etwa Internetverbindungen aufbauen. Die Bezeichnung „Bundestrojaner“ wurde in Österreich zum „Wort des Jahres 2007“ gewählt.

Schlüsselwörter oder Verzeichnisse

Das BKA-Spionageprogramm soll gezielt nach bestimmten Schlüsselwörtern oder Verzeichnissen suchen, könnte aber auch alle Tastatureingaben erfassen, um so Passwörter zu entschlüsseln. Die so gewonnenen Daten werden von der RFS gespeichert und an einen BKA-Server übertragen, sobald eine Internetverbindung besteht. Der Einsatz der Schnüffelprogramme soll einem Papier des deutschen Innenministeriums zufolge bei allen „informationstechnischen Systemen“ möglich sein. Dazu zählen auch Mobilgeräte wie Handys, Smartphones oder Blackberries.

Grundsatzurteil am Mittwoch

Während Deutschland am Mittwoch ein Grundsatzurteil zu Online-Durchsuchungen erwartet, sollte in Österreich Ende des Monates eine eigens eingesetzten interministerielle Arbeitsgruppe unter der Federführung von Verfassungsrechtler Bernd-Christian Funk Bericht erstatten. Sie prüft die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Online-Fahndung. Eine Grundsatz-Vereinbarung des Ministerrats, wonach die Online-Durchsuchung von E-Mails, Chats und Internet-Telefonaten bei „dringendem Verdacht“ auf ein schweres oder terroristisches Verbrechen möglich sein soll, gibt es bereits. Sie sieht die Nutzung der Online-Durchsuchung nur mit richterlicher Genehmigung, nachträglicher Verständigung aller Betroffenen und Beschwerdemöglichkeiten vor.(APA/AFP) [Standard]

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