Polizei will keine Filesharer verfolgen

Mittlerweile langweilt immer mehr Staaten die Verfolgung von Filesharern. Immerhin werden seit Jahren die Ressourcen zum Auffinden von Filesharern verdoppelt. Es zahlen alle drauf die an dieser Hexenjagd beteiligt sind. Einzig die Anwälte verdienen sich leicht eine goldene Nase indem sie einen Konzipienten an einen Computer setzen und IP Adressen auslesen lassen. Die Musikinndustrie hat seit dem Anfang der Filesharer Verfolgung keine Vorteile erkannt. Die Internet Provider sind genauso von den Anfragen genervt wie die Gerichte.Mittlerweile weigern sich auch einige deutsche Gerichte dementsprechende Anzeigen vor Gericht zu bringen, noch die Flut an Anzeigen zu bearbeiten.

Die Story von Gulli

In Schweden und in Kanada gab es schon klare Ansagen: auf Filesharer Jagd zu machen, habe praktisch keine Priorität, die Manpower der Strafverfolger solle für sinnvollere Tätigkeiten genutzt werden. In Deutschland ist man nicht ganz so weit, was zumindest die offiziellen Statements angeht, in Norwegen fielen nun aber auch klare Worte. Selbst das Justizministerium hat kein Interesse, auch auf Nachfrage eines MPAA-Anwalts nicht.

Bereits bei der Kripo in Norwegen stieß der Hollywood-Anwalt Espen Tøndel auf taube Ohren: wenn er gegen Filesharer vorgehen wolle, soll er sich gefälligst an Zivilklagen halten, die Strafermittler hätten wichtigeres zu tun. Der Anwalt beschwerte sich daraufhin beim Justizministerium, da er so faktisch gar nicht gegen Filesharer vorgehen könne.

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Denn er muss für ein Zivilverfahren einen Täter benennen – eine IP reicht nicht aus, und ohne Strafverfahren rücken die Provider keine Personendaten raus. Die Folge: auch aus dem Zivilverfahren wird nichts. Folglich muss die Polizei kooperieren, so Tøndel. Das Justizministerium sah das zum einen anders, zum anderen war auch dort die Kooperationsbereitschaft eher mittel: selbst ein Gespräch wurde dem Anwalt verwehrt, von Unterstützung ganz zu schweigen.Torrentfreak wiederum weiß von der norwegischen Presse, dass die Regierungspartei selbst den Kurs diesbezüglich mitträgt: andernfalls werden Stimmenverluste bei den 18- bis 30-jährigen befürchtet. Der Kurs aktuell in Norwegen: verfolgt werden allenfalls die aktivsten Uploader.

Ein Kurs, der auch Deutschland zu wünschen wäre. Hierzulande werden nach wie vor Filesharer vor allem zivilrechtlich belangt, Strafverfahren werden in der Regel eingeleitet und anschließend sofort eingestellt. Die anschließende Zivilklage hält zwar keine Polizeibeamten von Wichtigerem ab, die Staatsanwaltschaften klagten jedoch bereits über die Überlastung durch die massenhaften Strafanzeigen.

Filesharer Faq

Heise Bericht über FS

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