Google archiviert Krankenakten

Endlich!

Wie lange habe ich schon auf die Chance gewartet meine Krankenakten selbst zu verwalten, damit die Krankenkassen weiter auf dem Stand der 80er Jahre bleiben, die es noch immer nicht geschafft haben sich zu vernetzen. Google nützt eigentlich nur das schwerfällige Beamtentum und seine nicht vorhandenen Einfallsreichtum aus. Ich weiß von was ich spreche. Eine Entscheidung wird in beamtischen Strukturen nicht einfach beschlossen, sondern da gibt es eine Besprechung, die einen Einwurf hervor bringt und der Einwurf wird in einer Besprechung besprochen wo dann, wenn man Glück hat der Einwurf in einer Rohfassung beschlossen wird. Woraufhin eine Projektgruppe gegründet wird die sich mit dem Thema genauer befassen soll, usw, usw, usw. Es ist ungefähr so als würde man sich zwischen zwei gegenüberliegenden Spiegeln selbst betrachten und versuchen bis ans Ende zu sehen.

Aber zurück zum Thema. Wer will seine privaten Krankenakten in einem privaten Multikonzern wissen. Ich nicht!!!

1000 Gründe fallen mir ein warum ich das nicht will. Obwohl der Konzern als Leitspruch „Wir sind die Guten“, oder so ähnlich hat, kann sich das schnell ändern. Zum Beispiel eine feindliche Übernahme von Menschen die nicht diesen Leitspruch haben. Machthungrige Menschen die ihre Schlüsse aus den Krankenakten ziehen. Krankenhäuser die Kosten sparen wollen. Personalverantwortliche die diese Daten als Entscheidungshilfe für Einstellungen oder Kündigungen verwenden wollen/müssen. Oder was ja schon bei Gmail passiert ist, dass Millionen von Passwörter gknackt werden und die Akten in falsche Hände kommen. Leider wissen noch immer 90% der User nicht wie sie ein sicheres Passwort generieren. Oder die Gesetze ändern sich und Goggle hat ein neues Einkommensgebiet. Ich könnte noch zig Beispiele bringen, aber das würde den Rahmen sprengen.

W ichtig ist nur das sie bedenken, dass die meisten der Ideen auf einer Grundidee basieren. Die Firma will Geld verdienen und bedient einen Markt. Welcher Markt das auch immer ist oder sein wird. Denken sie nicht kurzfristig sondern überlegen sie welchen Weg die Welt seit einigen Jahren geht. Und dann bedenken sie, dass Firmen Millionen Beträge investieren und mit einer Vermehrung des Einsatzes rechnen. Und Firmenentscheider sind nicht dumm, sie kalkulieren anders als ein kleiner Bürger und denken 10, 20, 30 Jahre voraus.

In diesem Sinne, sollte das Angebot nach Europa kommen, dann nehmen sie es nicht an!!!!!!!!!!!

Die Story:

Datenschützer sind entsetzt: Während hierzulande noch die Diskussion um die Gesundheitskarte tobt, beginnt Google in den USA damit, Krankenakten online zu archivieren.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Doktor Google

Google als Datenbank unserer Gesundheitsakten?

SPIEGEL ONLINE [M]

Umstritten: Google als Datenbank unserer Gesundheitsakten?

Google will zum Internet-Allheilmittel bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit und sonstigen Gebrechen werden: Mit „GoogleHealth“ steht ein neuer Service in den Startlöchern, mit dem Google die Krankenakte seines Kunden online aufbereitet. Im geschützten Webbereich sollen persönliche Gesundheitsdaten abgelegt werden – ein neuer Arzt kann so bei Eingabe eines Passwortes schnell Informationen über den Patienten erhalten.Google hat diese Woche einen ersten Praxistest an einer Klinik im US-Bundesstaat Ohio gestartet, bei dem die Krankenakten von 1.500 bis 10.000 Patienten von Google eingelesen und virtuell aufbereitet werden. Die Akte enthält Details zu verschriebenen Medikamenten, Allergien und frühere Krankheiten sowie Behandlungen. In zahlreichen Blogs und bei flickr tauchten erste Screenshots auf.

Datenschützer sind – wie könnte es anders sein – entsetzt. Das meistgehörte Argument in Blogs und Diskussionsforen: Google wisse längst zuviel über seine Nutzer. Und die Betreiber der Supersuchmaschine können die Bedenken ihrer Kritiker vorerst noch nicht entkräften: Wie der Service entgültig aussehen wird, welche Sicherheitsmechanismen geplant sind und wann genau Google Health im Laufe des Jahres startet, das alles weiß man in Mountain View (Kalifornien) noch nicht.

Quelle:  http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,536805,00.html
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One Comment - “Google archiviert Krankenakten”

  1. Wolfgang Says:

    Helfen könnte ein Krankenblattarchiv aber viel, wenn es gut als Entscheidungshilfe nutzbar wäre:

    http://www.bentham-open.org/pages/content.php?TOMINFOJ/2008/00000002/00000001/21TOMINFOJ.SGM

    Die wirklichen Namen der Patienten sind medizinisch nicht notwendig, es reicht ein Pseudonym.


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