WAHLKAMPF 2.0 – Obama boomt im Internet

US-Präsidentschaftsbewerber buhlen im Web mit allen Mitteln um die Gunst ihrer Wähler – aber keiner ist darin so brillant wie Barack Obama. Und erfolgreich: Seine Netzkampagne wird die Wahl maßgeblich beeinflussen.

Beginnen wir mit zwei Zahlen: Am Montag, dem 11. Februar 2008, um 10 Uhr Mitteleuropäischer Zeit, zählte Barack Obama in seinem Facebook-Profil 480.868 Unterstützer. Seine Konkurrentin Hillary Clinton, die in den Vorwahlen der Demokraten nach dem  aus ihrer Sicht desaströsen Verlauf der letzten Abstimmungen nur noch gleichauf mit Obama liegt, kam zum gleichen Zeitpunkt auf 109.591 Unterstützer.

Zu diesem Zeitpunkt ruhte der offizielle Teil des Wahlkampfs weitgehend: In New York würde erst in rund vier Stunden die Sonne aufgehen, in San Francisco schlug es ein Uhr, auf Hawaii 23 Uhr. Surfen aber ist durchaus eine nächtliche Beschäftigung, gerade in Social Networks. Und so stieg die Zahl der Obama-Unterstützer in den nächsten 20 Minuten, in denen das Gros der amerikanischen Bevölkerung schlief, auf 482.036 Unterstützer, während Clintons Schar auf 109.595 wuchs.

Einfacher gesagt: Obama gewann 1168 hinzu, Clinton im gleichen Zeitraum 4.

Das ist deutlich. Natürlich geht es hier nur um Facebook, und ein Social Network entscheidet auch in den so gut vernetzten Vereinigten Staaten noch keine Wahl. Aber es zeigt drei Dinge:

  • Erstens zeigt es, wer sich hier vor allem für Obama entscheidet (junge, Social Networks nutzende Menschen mit geringem Schlafbedürfnis);
  • Zweitens, dass dies nun offensichtlich immer mehr der Social-Network-Nutzer tun (wenn die Beteiligung an Obamas Facebook-Profil von Anfang an so hoch wie in diesen Nachtstunden gewesen wäre, hätte er allein seit der ersten Wahl von Iowa rund 3,36 Millionen Facebook-Unterstützer gewinnen müssen);
  • Drittens, dass die Unterstützung für Obama also immer schneller ansteigt, während Clintons Anhängerschaft zumindest nachts nicht maßgeblich wächst: Bei dieser Rate hätte sie seit dem 3.1.2008 nur knapp 11.500 Anhänger gewinnen können.

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One Comment - “WAHLKAMPF 2.0 – Obama boomt im Internet”

  1. DDH Says:

    http://polizeros.com/2008/02/11/ron-paul-supporter-goes-for-obama/

    Auch Ron Paul Anhänger wählen lieber Obama als McCain!


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