Beschwerde wegen Inhaftierung des saudi-arabischen Bloggers geplant

Die Organisation ‚Reporter ohne Grenzen‘ will sich offiziell bei der Regierung von Saudi-Arabien beschweren, das ‚Committee to Protect Journalists‘ (CPJ) hat wegen der gleichen Angelegenheit bereits Anfang Januar an den saudischen König gewendet. Der Blogger Fouad al-Farhan befindet sich seit 29 Tagen ununterbrochen in Haft, nachdem er unter Angabe seines echten Namens auf seinem Weblog regierungskritische Texte veröffentlicht hat. Den dortigen Behörden ist es erlaubt, Verdächtige zum Zweck der Untersuchung maximal bis zu sechs Monate festzuhalten.

Petition zur Freilassung des BloggersAm fünften Januar durfte der studierte Kaufmann und populäre Blogger das erste Mal im Gefängnis Besuch empfangen. Einen Anwalt hat man seit seiner Inhaftierung vor knapp einem Monat nicht zu ihm gelassen. Die ermittelnde Behörde dürfte laut Artikel 119 dem Angeklagten unter bestimmten Voraussetzungen sogar bis zu 60 Tage jeden Kontakt mit seiner Familie verbieten. Die Angst der saudischen Machtinhaber scheint umzugehen. Angst vor dem schwer kontrollierbaren Medium Internet und Angst vor jeglicher Kritik, die öffentlich geäußert wird. In Regierungskreisen wurde eine schwarze Liste mit 400.000 Websites ausgearbeitet. Von nicht anerkannten islamischen Gruppierungen über politische Vereinigungen bis hin zu diversen Pornoseiten wurde alles mögliche aufgeführt. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ fragt ständig bei Regierungsvertretern nach, warum der Mann nach so langer Zeit noch immer nicht freigelassen wurde. „Gegen ihn ist keinerlei Anklage erhoben worden. Er ist jetzt lange genug befragt worden, wir verlangen die sofortige Freilassung„, so der Sprecher der Organisation weiter. Auch der Tag des Schweigens im Netz, dem vorgestern einige Blogger im Mittleren Osten gefolgt sind, hat an der akuten Situation nichts ändern können. Die Behörden indes versuchen die Situation schön zu reden. Der saudi-arabische Freidenker wäre nicht inhaftiert, sondern lediglich zum Zweck von Verhören festgenommen worden. Über den anhaltenden Freiheitsentzug kann auch die schönste Wortkosmetik nicht hinwegtäuschen.

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Manche Journalisten machen sich Hoffnungen, Präsident Bush könnte auf seiner achttägigen Tour durch den Mittleren Osten Anstoß am Vorfall nehmen. Sie glauben an eine Einmischung des US-Präsidenten und hoffen, er würde sich zu der Sache äußern, um dem Recht auf freie Meinungsäußerung Nachdruck zu verleihen. „Reporter ohne Grenzen“ haben schon häufiger die eingeschränkte Pressefreiheit in Saudi-Arabien beklagt. Darüber hinaus stellte man fest, wie negativ die Monarchie gegenüber dem Internet eingestellt ist. Wer sich selber schriftlich an eine der offiziellen Stellen wenden möchte, die Website der Petition stellt alle nötigen Informationen zur Verfügung.

Quelle: http://www.gulli.com/news/reporter-ohne-grenzen-2008-01-08/
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