Produkte kopieren bis zur Selbst-Replikation

Wer einen Film kopiert, klaut keine DVD, die bleibt, wo sie ist. Wenn Hardware geklaut wird, dann ist sie weg. Dieser fundamentale Unterschied zwischen Daten und materiellen Gegenständen ist oft Gegenstand von „Raubkopier“-Debatten, der Gegensatz wird aber nach und nach aufgeweicht. Unter anderem durch den „Fabber“. Die Universal-Produktionsgeräte werden beispielsweise im Rapid Prototyping eingesetzt, da sie (in gewissen Grenzen) beliebige Gegenstände herstellen können. Der „RepRap“ soll sich bald nun gar selbst reproduzieren können.

Als „3D-Printer“ werden die Geräte gerne bezeichnet, die in der Regel extrem teuer sind und praktisch nur in der industriellen Entwicklung eingesetzt werden. Erschwinglich sind bisher nur Prototypen beispielsweise vom FabatHome-Projekt. Die Idee: wie heute praktisch kostenfrei Kopien von Daten erstellt werden können, sollen irgendwann auch materielle Güter quasi beliebig reproduzierbar sein. Wer einen Stuhl (oder ein Klo) braucht, gibt die „Stuhl-Informationen“ in den Fabber ein, anschließend wird produziert.

<!– if (!document.phpAds_used) document.phpAds_used = ‚,‘; phpAds_random = new String (Math.random()); phpAds_random = phpAds_random.substring(2,11); document.write („“); //–> <!– document.write(“); //–>

Bislang sind den „preisgünstigen“ Fabber-Varianten recht enge Grenzen gesetzt: bis man Alltagsgegenstände in großem Stil vom eigenen Fabber fertigen lassen kann, ist noch einige Arbeit erforderlich. Einen spannenden Meilenstein erreicht daher das RepRap-Projekt, welches auch ein paar wohlig gruselnde Assoziationen zu roboter-dominierten Dystopien weckt: der Fabber ist das erste Exemplar, welches in der Lage sein soll, sich selber zu replizieren, d.h. eine vollständig funktionierende Kopie von sich herzustellen.Die „Erfindung, die den globalen Kapitalismus beendet, eine zweite Industrielle Revolution lostritt und die Umwelt rettet“ – der ansonsten nicht allzu blumige „Guardian“ machte große Fässer auf, als der RepRap vorgestellt wurde. Potential hat der neue Prototyp jedoch durchaus – mit Metall, Kunststoff und Keramik kann der 3d-Drucker fertigen. Leiter und Nichtleiter kann der RepRap damit nach Belieben in drei Dimensionen arrangieren und damit sogar elektronische Schaltungen bauen.

In der Größenordnung von 400 Euro liegen inzwischen die Kosten für einen RepRap-Prototypen (bzw. Prototyper). Die „Selbstreplikation ist noch nicht vollständig – Ian Adkins hat noch eine Reihe von Teilen bestellen müssen, um den „RepStrap“ zu bauen, diese werden jedoch ebenfalls schon testweise per RepRap gefertigt.

Die Steuerungssoftware ist naturgemäß Open Source und steht für Ubuntu Linux und Windows XP zur Verfügung. Nach wie vor ist es wohl noch ein gutes Stück Weg, bis man sich auch materielle Produkte einfach nach Belieben kopieren kann, aber einige Leute haben den Marsch bereits begonnen. Man darf gespannt bleiben

Quelle: http://www.gulli.com/news/fabber-produkte-kopieren-bis-2008-01-08/

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