Free Fouad – Blogger verhaftet

Saudische Regierung bestätigt mit drei Wochen Verzögerung die Verhaftung des Bloggers

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Schon vor einem Jahr war es nach systemkritischen Aussagen auf seinem externer Link in neuem Fenster folgtWeblog zu Auseinandersetzungen mit der Regierung gekommen. Von Januar bis Juli 2007 hatte er seine Veröffentlichungen komplett pausiert. Im Dezember wurde er ohne Angabe von konkreten Gründen in seinem Büro festgenommen. Mit einer Bestätigung offizieller Quellen ließ man sich bis zum Jahresende Zeit. Selbst die Familienmitglieder wurden bis vor kurzem nicht über die Gründe der Verhaftung informiert. Ihnen wurde lediglich mitgeteilt, bis zu einem Wiedersehen könne es maximal 30 Tage dauern, sagte einer der Angehörigen den Arab News unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Die Familie wendete sich an die staatliche Organisation Human Rights Commission (HRC), um unter anderem ein Besuchsrecht für die Frau und kleinen Kinder des Mannes zu erreichen. Auslöser für die Festnahme des 32-Jährigen dürfte höchst wahrscheinlich seine Kritik an der Verhaftung einer Gruppe von zehn Intellektuellen gewesen sein. Diese wurden zu Beginn des Vorjahres festgenommen, weil man ihnen ohne jegliche Beweise terroristische Motive vorwarf. In beiden Fällen wird der staatliche Kampf gegen den Terror als Vorwand benutzt, um Kritiker mundtot zu machen. Freunde des Mannes können die Aktion nicht verstehen. Wieso sollte jemand Terroranschläge planen, wenn er sonst unter Angabe seines echten Namens bloggt? Außerdem ist der Kaufmann dafür bekannt, dass nicht alle seine Texte durchgängig provokant sind und ausnahmslos alle sehr rational verfasst wurden. Sowohl der Inhaftierung der Gruppe von Intellektuellen als auch der vom 11. Dezember fehlte jedes Indiz. Die HRC bestätigte zwar den Eingang des Briefes der Familie, man würde die Angelegenheit prüfen. Noch zwei Wochen vor seinem Freiheitsentzug teilte Fouad einem Freund mit, er gehe von einer baldigen Verhaftung aus, weil man begonnen hätte, gegen ihn zu ermitteln. Die Gründe für die staatlichen Untersuchungen sah er darin gegeben, weil er die Angelegenheit der verhafteten Intellektuellen öffentlich behandelt habe. Man forderte ihn auf, sich zu entschuldigen. „Aber wofür?„, fragte er zurück. Dient die Aktion…mehr

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