Urheberrecht 2008: Tipps vom Bitkom

Im neuen Jahr verschärfen sich die Regeln für Downloads und das Kopieren von Datenträgern. Wer kein Risiko eingehen will, hält sich an die Tipps des Bitkom.

Alle Rechte an einem Werk liegen auch 2008 beim jeweiligen Urheber — egal, ob es sich um Musik, Software, Texte oder Bilder handelt. Privatkopien sind allerdings nicht mehr in Bausch und Bogen erlaubt sondern werden nur geduldet — ein Recht darauf besteht nicht. In den Preisen für CD-/DVD-Brenner und natürlich Rohlinge sind seit jeher Urheberrechtsabgaben enthalten, die über Verwertungsgesellschaften an Künstler und Verlage fließen. Was nun erlaubt ist und was nicht, hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) aufgelistet:

  • Nur wenige Kopien: Audio-Mix-CDs oder Sicherheitskopien für Familienmitglieder und Freunde sind erlaubt. Dieser »Eigenbedarf« umfasst aber nur eine »geringe« Anzahl an Kopien, eine feste Grenze gibt es nicht. Wichtig: Man muss über die Original-Datenträger verfügen beziehungsweise diese legal erworben haben. Auch erlaubt ist es, beispielsweise die Original-CD eines guten Freundes zu kopieren.
  • Kopierschutz aushebeln verboten: Original-Datenträger mit Kopierschutz dürfen nur analog kopiert werden, etwa auf Kassette. Wer versucht, eine solche Sperre bewusst zu umgehen, macht sich strafbar. Bereits eine einzige Raubkopie ist illegal.
  • Vorsicht bei Urlaubs-Schnäppchen: Reisende sollten sich vor Auslands-Schnäppchen hüten, manchmal handelt es sich bei den im Urlaub günstig gekauften CDs oder DVDs um professionelle Raubkopien. Die kann der Zoll ersatzlos beschlagnahmen. Sehr viele Datenträger im Koffer erregen ohnehin das Misstrauen der Zollbeamten.
  • Die Kopie der Kopie: Wer eine offensichtlich unrechtmäßige Kopie vervielfältigt, macht sich strafbar. Vor allem bei gebrannten Spielfilmen ist Misstrauen angebracht, da fast alle DVDs über einen Kopierschutz verfügen. Finger weg vor allem bei Filmen, die noch gar nicht im Kino angelaufen sind.
  • Illegale Downloads: Bislang war das Urheberrecht in diesem Punkt nicht eindeutig, nun wurde nachgebessert: Offensichtlich rechtswidrige Angebote im Internet dürfen nicht herunter geladen werden. Vorsicht ist also bei Gratis-Film- und -Song-Angeboten aus zweifelhaften Ecken des Webs angesagt.
  • Augen auf bei Online-Tauschbörsen: Bei den meisten Tauschbörsen muss man eigene Ordner für andere Teilnehmer zur Verfügung stellen. Wer aber aus Versehen sein komplettes (legales) Musik-Archiv oder Teile davon frei gibt, macht sich strafbar.
  • Kopien von Downloads: Zwar arbeiten die meisten MP3-Portale mit Kopierschutzsystemen. Aber auch ungeschützte, gekaufte MP3s dürfen meist nicht auf CDs überspielt werden.
  • Urheberrecht auf der eigenen Homepage: Wer seine Urlaubsfilme auf der eigenen Homepage beispielsweise mit Musik untermalt, sollte unbedingt zu Gema-freien Songs greifen — oder die Rechte an geschützten Werken erwerben. Das gilt auch für die Hintergrundmusik etwa von Podcasts. Vorsicht auch bei Bildern auf der Homepage oder bei Landkartenausschnitten für Wegweiser, an denen man keine Rechte hat. Besser und meist persönlicher ist eine selbst angefertigte Skizze.
  • Privatkopien von PC-Software: Das Kopieren von kommerzieller Software ist nur erlaubt, wenn die Duplikate für die »bestimmungsgemäße Nutzung der Software« benötigt werden oder Sicherungskopien unbedingt erforderlich sind. Wer sich nicht sicher ist, sollte zu Freeware-Programmen greifen. Deren Entwickler freuen sich über viele Kopien.

Weitere Links: http://www.winfuture.de/news,36668.html

Mittwoch, 2. Januar 2008 von Thomas Kretschmann Quelle : Tom’s Hardware DE
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