Ägyptische Pyramiden demnächst urheberrechtlich geschützt?

Touristen, die ägyptische Denkmäler auf Bildern oder Film verewigen wollen, sollen nach Plänen der Regierung eine Abgabe an den Staat bezahlen. Werden bekannte Bauwerke wie die Sphinx, die Pyramiden von Gizeh etc. als Vorlage für Nachbauten verwendet oder diese gefilmt oder photographiert, so soll die entsprechende Person eine Gebühr an den Staat entrichten.

Der Vorsitzende der ägyptischen Altertümerverwaltung, Zahi Hawas, gab am Mittwoch in Kairo bekannt, dass man derzeit eine entsprechende Gesetzesvorlage ausarbeiten würde. Die Regelung soll angeblich weltweit gültig sein, fügte er hinzu. Unklar indes ob die Gelder wirklich ausschließlich für die Sanierung der Denkmäler verwendet werden sollen. Rechtsexperten fragen sich auch wie man das Gesetz außerhalb der eigenen Landesgrenzen vollziehen will. Das im Stil der Pyramiden gebaute Luxor Hotel in Las Vegas soll von den Plänen der Regierung merkwürdigerweise nicht betroffen sein.

Vielleicht sollte man sein Augenmerk stattdessen mehr auf die angespannte Menschenrechtssituation in diesem völlig vom Tourismus abhängigen Staat richten. Denn in Ägypten wird noch immer systematisch gefoltert und kritische Stimmen zum Schweigen gebracht. Noch im Mai dieses Jahres hatte der externer Link in neuem Fenster folgtWeltspiegel in der ARD über die systematische Polizeifolter…mehr

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