Archiv für Dezember 2007

Steal This Film II

12/31/2007

Zweiter Teil der Doku erschienen

Der zweite Teil der englischsprachigen Dokumentation hat nach langer Wartezeit endlich das Licht der Welt erblickt. Die Auseinandersetzung zwischen den Rechteinhabern einerseits und alternativen Distributionswegen von Musik, Filmen und Büchern andererseits wird in der üblich kritischen Manier beleuchtet. Die Filmemacher gehen sogar so weit, den Kampf um die bezahlten Medien als Krieg zu bezeichnen.

Knapp sechs Wochen hat es also noch gedauert, nachdem zunächst nur der Camrip im Netz aufgetaucht war. Nachdem der erste Teil der Dokumentation nahezu drei Millionen Abnehmer fand, kann für die Fortsetzung durchaus mit einem vergleichbaren Erfolg gerechnet werden. Erik von Mininova.org, Brokep (The Pirate Bay) und Dan Glickman von der MPAA sind nur einige Personen, die sich in Interviews für dieses Projekt zur Verfügung gestellt haben. Eine komplett gestreamte Version des Films existiert noch nicht, ist aber geplant. Bei YouTube ist ein mehrteiliger Mitschnitt des Films aufgetaucht – bei der mangelhaften Qualität lohnt das Anschauen aber nicht. Es rät sich den Film lieber per BitTorrent herunter zu laden, um ihn in voller Pracht genießen zu können. Die entsprechenden Torrent-Dateien der XViD-, DVD-, iPod- und HD-Version finden sich auf der offiziellen Website. Mininova und TPB seeden die Dateien, was einen reibungslosen Transfer garantiert. Wer vor einem Download mehr Hintergrundinformationen in Erfahrung bringen möchte: Ernesto von TorrentFreak hat kürzlich ein Interview …mehr

stealthisfilm2.jpg

http://youtube.com/watch?v=tFLz3cWdUXI

Quelle: http://www.gulli.com/news/steal-this-film-ii-zweiter-2007-12-30/
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Microsoft gibt nun mehr Informationen über Sicherheitslücken

12/30/2007

Microsoft will zukünftig in seinem Security Vulnerability Research & Defense blog detaillierte Informationen zu Sicherheitslücken bereitstellen. Jeweils am Microsoft-Patchday sollen hier technische Hintergrundinformationen über die mit dem Patch geschlossenen Sicherheitslücken zu finden sein. Die Blog-Macher betonen, dass Microsofts Security Bulletins und Advisories nach wie vor die verbindliche Quelle für Informationen bleiben; allerdings gebe es häufig zusätzliche Hinweise etwa zu speziellen Workarounds oder Tricks zum Aufsprüren von Sicherheitslücken, die in Zukunft in dem Blog präsentiert werden sollen.

Quelle: http://www.heise.de/security/news/meldung/101141/from/rss09 

Microsoft goes Opensource

12/30/2007

Codeplex

Wolfgang Schäuble erklärt den biometrischen Pass: Remix

12/30/2007

http://www.spreeblick.com/2007/11/02/wolfgang-schauble-erklart-den-biometrischen-pass-remix/

24C3: Aus dem Tagebuch eines Spions

12/30/2007

Annie Machon, eine Ex-Agentin des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, plauderte auf dem 24. Chaos Communication Congress (24C3) in Berlin am gestrigen Samstag aus dem Nähkästchen. Dabei verriet sie nicht nur Details über Computerprobleme der Sicherheitsbehörde. Vielmehr lieferte sie auch Einblicke in die Gedankenwelt und Methoden der Spione und forderte eindringlich eine bessere demokratische Kontrolle der Schlapphüte. Nach enttäuschenden Erfahrungen mit den Massenmedien als Kontrolleuren der Staatsmacht baut Machon dabei vor allem auf das Internet als geeignetes Medium zur Aufdeckung weitere Skandale aus der Welt der Nachrichtendienste.

Machon heuerte Anfang der 1990er Jahre beim MI5 an, aus durchaus idealistischen Gründen, wie sie heute sagt. Es sei ihr damals in der Hochzeit des Terrors der IRA darum gegangen, ihr Land zu schützen. Doch anfangs war sie zusammen mit einem jungen Kollegen, David Shayler, trotz des Falls der Berliner Mauer vor allem damit beschäftigt, Dossiers über alternde Kommunisten zu erstellen. Gemeinsam mit dem smarten Shayler, in den sie sich mit der Zeit verliebte und bis vor rund einem Jahr zusammenlebte, wurde sie dann in eine Abteilung versetzt, die tatsächlich um Aufklärung künftiger IRA-Attentate bemüht war. Allerdings mussten beide Machons Bericht nach mit ansehen, wie ein verdächtiger Fahrer eines Lastwagens voller Bomben während offensichtlicher Führungsfehler beim MI5 laufen gelassen wurde und wenige Jahre später in 1993 ein Attentat in der Londoner City mit einem Todesopfer ausführen konnte.

Weiter empörte das Paar eine drei Millionen Euro verschlingende Abhöraktion gegen eine Korrespondentin der Zeitung Guardian, deren einziges Verschulden ihre linke politische Einstellung gewesen sein soll. Laut Machon hätte zudem 1994 ein Bombenanschlag auf die israelische Botschaft in London verhindert beziehungsweise zumindest aufgeklärt werden können. So habe es damals die klare Einschätzung eines führenden Agenten des MI5 gegeben, wonach die Kollegen vom Mossad hinter dem Anschlag steckten. Trotzdem habe man bei der fälschlichen Verurteilung von zwei Palästinensern, die ein in Israel nicht gern gesehenes Unterstützungsnetzwerk für ihre Mitstreiter in der Heimat unterhielten, als vermeintliche Bombenleger tatenlos zugesehen. Zudem habe der MI5 1996 einen fehlgeschlagenen Anschlag auf den libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi mit 100.000 US-Dollar unterstützt, was sie und Shayler endgültig zum Gehen veranlasst habe.

Einfach unter den Teppich kehren wollte die beiden Spione ihre unguten Erfahrungen aber nicht. Da für Beschwerden innerhalb des Systems nur die Behördenspitze vorgesehen sei, Gespräche dort nichts gebracht hätten und generell kein Raum für konstruktive Kritik oder eine Lernfähigkeit aus Fehlern vorhanden seien, blieb Machon zufolge nur der Weg über die Presse zur Aufdeckung der erfahrenen Missstände übrig. Shayler wandte sich an die Mail on Sunday, die im August 1997 eine Aufmachergeschichte über die Geheimdienstskandale brachte.

Mit 40.000 Pfund, die der Whistleblower laut einem späteren Nachbericht des Blatts erhielt, setzten sich die früheren MI5-Mitarbeiter zunächst nach Holland und später nach Frankreich ab. Dort lebten sie teilweise in einem Bauernhof im Süden ohne Fernsehen und Auto, nach einem gerichtlich verweigerten Auslieferungsantrag gegen Shayler auch zwei Jahre in Paris. Nachdem Machon schwer krank wurde, beide das Exil satt und sich ihrer Ansicht allein der allgemeinen Informationsfreiheitsrechte im Interesse der Öffentlichkeit bedient hatten, gingen sie zurück in die Heimat. Shayler, den Machon nach dessen Hinwendung zu esoterischen Riten inzwischen verlassen hat, wurde rasch wegen Geheimnisverrat der Prozess gemacht. Er erhielt eine Haftstrafe von sechs Monaten, von denen er aber nur einige Wochen absitzen musste.

„Wir hätten viel stärker das Internet für unsere Zwecke nutzen sollen“, blickt Machon heute auf den Fall zurück. Im MI5 sei sie zunächst aber in eine Kultur hineingewachsen, in der keiner Computer benutzte. Selbst 1993 seien Informationen über die IRA noch in einer alten Datenbank auf einem Mainframe-Computer verwaltet worden. Später habe man im Haus versucht, eigene Informationssysteme aufzubauen. Nach mehreren missglückten Versuchen sei „aus Verzweiflung“ die gesamte IT-Landschaft des Dienstes auf Microsoft Windows 95 ohne Anpassungen oder zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen umgestellt worden. Shayler habe zunächst versucht, seine Erfahrungen auch im Web auf einer Domain seines Namens zu publizieren. Die Seite sei aber sofort gehackt worden und erst nach einem Wechsel zu einem kalifornischen Provider online gegangen. Inzwischen sind nur noch Rudimente davon archiviert.

Klar geworden ist Machon auch, dass Geheimdienste und Politiker aus Angst vor den Spionen an einem Strang ziehen. MI5 führe etwa über jeden Labour-Abgeordneten eine Akte, was immer als latentes Druckmittel gegen die Betroffenen diene. Die großen Medien seien zudem gänzlich „unter der Kontrolle der Regierung und der Spindoktoren der Geheimdienste“. Redakteure würden sich gebauchpinselt fühlen, wenn ihnen Vertreter der Sicherheitsbehörden hin und wieder Informationsbröckchen zuwerfen, und sich diese „Quellen“ nicht verbauen wollen. Auch die „vierte Gewalt“ könne so nicht als Kontrollinstanz fungieren. Machon wundert es daher kaum, dass Minister inzwischen per Handstreich in Großbritannien den Ausnahmezustand erklären können. Vom Oberhaus geblockt worden sei allein ein Gesetz zur „Reform der Gesetzgebung“, wonach Regierungsmitglieder auch sämtliche vom Parlament erlassenen Gesetze einfach hätten aufheben können sollen.

Zum diesjährigen Chaos Communication Congress siehe auch:

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/101131/from/rss09

Zeitgeist 2007

12/30/2007

Statistik 2007 der am meisten gegoogelten Begriffe.

Google veröffentlicht jährliche Suchstatistiken – Heroes und Transformers top, Mozart verliert – Britney Spears gewinnt gegen Paris Hilton – „Wer ist Gott“ die Frage aller Fragen

Bereits seit einigen Jahren veröffentlicht Google im Rahmen seiner Zeitgeist-Statistik Informationen über globale Trends: Welche Suchanfragen beschäftigen die Internet-Community, welche lassen sie vollkommen kalt. Das Ende des Jahres naht, also hat sich Google dazu entschlossen wieder einmal einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen.

iPhone

Der Gewinner des Jahres ist dabei ein Mobiltelefon, das vor einem Jahr noch ein schieres Gerücht war: Kein Begriff konnte im Jahr 2007 ein ähnliches Wachstum hinlegen wie das iPhone. Auf Platz 2 und 3 folgen dann die Online-Communities von Badoo und Facebook.

Absteiger

Zu den Absteigern gehören hingegen „world cup“, „mozart“ und „fifa“. Angesichts dessen, dass dies alles Begriffe sind, die im Jahr 2006 außergewöhnlich starkes Interesse erfahren haben – einerseits durch die Fußball-Weltmeisterschaft, andererseits durch das Mozart-Jahr – keine großen Überraschungen.

News

Das Ranking bei den beliebtesten Suchbegriffen auf Google News führt die musikalische Talentsuche „American Idol“ an, dahinter folgen Youtube, auch Britney Spears hat es noch einmal in die Top 3 geschafft. Auch wenn die Sängerin damit nicht mehr ganz die Top-Positionen der letzten Jahre erreichen konnte, die direkte Society-Auseinandersetzung gegen Paris Hilton gewann sie beinahe das ganze Jahr über.

Serien

Als populärste Serie konnte sich im vergangenen Jahr offenbar „Heroes“ durchsetzen, „Lost“ und „House“ belegen die weiteren Ränge. Bei Filmen generierten die „Transformers“, „300“ und der Simpsons Film die meisten Suchanfragen.

Konsole

Im Konsolenwettstreit konnte sich den Großteil der Begriff „xbox“ vor der „wii“ halten, nur gegen Ende des Jahres kippte dies. Wohl auch, da es in den USA zunehmend schwieriger wurde ein Exemplar der Nintendo-Konsole zu bekommen. Die Playstation 3 musste sich kontinuierlich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

DVD

In Bezug auf den DVD-Nachfolgestreit konnte sich zumindest in der Google-Statistik HD-DVD durchsetzten: Das ganze Jahr über konnte das Format mehr Abfragen verzeichnen als der Begriff „blu-ray“. Eine weitere interessante Statistik: Der Begriff „itunes blieb klar vor „bittorrent“, selbst „limewire“ verzeichnete noch mehr Abfragen als das meist genutzte P2P-Protokoll.

Nicht so klar

Nicht alle Suchanfragen führen aber wohl auch auch zu einem eindeutigen Ergebnis. So ist die Nummer 1 Frage nach einer Person „Wer ist Gott“, knapp gefolgt von der „Who is who“ Meta-Frage. Ebenfalls von großem Beliebtheitsgrad, ist der Versuch, nicht-materielle Begriffe dingfest zu machen. „Was ist Liebe“ toppt das entsprechende Ranking, immerhin dürften viele der Google-NutzerInnen dann auch gleich konkret geworden worden sein: „Wie küsst man“ ist die beliebteste aller „How-To“-Fragen. (red)

 quelle: http://derstandard.at/?url=/?ressort=Google

USA: Härtere Strafen für sogenannte Raubkopierer

12/29/2007

Meine Meinung:

Dieser Bericht zeigt wieder einmal den Irrsinn der amerikanischen Gesetzgebung. Für mich ist es auch wieder einmal ein Beweis, dass Amerika unter jedem Druck der Wirtschaft nachgibt. Amerika zerstört Länder weil sie nicht ihre Ansichten sind und nicht ihre fragwürdigen Werte unterstützen. Amerika betet einen Gott an der in ihrer Fantasie die amerikanische Fahne auf der Schulter trägt und mit der rechten Hand am Herzen die amerikanische Nationalhymne singt. Wenn jetzt Tauschbörsianer dermaßen bestraft werden, dann hat die versiffte Musikindustrie in Amerika wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht um Musikliebhaber zu kriminalisieren. Und zwar werden P2P User auf die Stufe von Schwerverbrecher gestellt. Aber Amerikas Geheimdienste (ja, die haben mehrere :-)?) beschäftigen die talentiertesten Cracker und wollen in jeden Computer schauen und wahrscheinlich holen sie sich selbst ihre Lieder gratis von den Downloadbörsen und haben einen riesigen NSA Fileserver, wo die neuesten CDs und Filme für die eigenen Leute bereitstehen. Ich schätze, dass in Amerika ca. eine halbe Million Menschen für die Geheimdienste arbeiten. Wenn man pro Kopf eine CD und einen Film pro Monat rechnet kommt ganz schön was zusammen. Eigentlich sollten die Musik und Filmgesellschaften einmal Untersuchungen beim CIA, FBI, bei der NSA und wie die ganzen schwulen Vereine heißen durchführen. Das soll keine Verschwörungstheorie sein aber der Gedanke macht Spaß und sind wir uns ehrlich, möglich wäre es. So etwas Ähnliches ist ja auch schon in Deutschland passiert 🙂

Aber nichts desto trotz, ich kann nicht anders, Amerika bekommt von mir wieder den Stinkefinger.

Ich würde gerne eine Umfrage starten:

Was muss man in Österreich, Deutschland oder gar Europa anstellen, um 10 Jahre Gefängnis zu bekommen?

Bericht:

Höchststrafe von 30.000 Dollar je Coypright-Vergehen soll drastisch erhöht werden – Zehn Jahre Haft im Wiederholungsfall

In den USA diskutieren Politiker heftig über eine Erhöhung der Strafen bei Copyright-Vergehen. Der Vorsitzende des Justizausschusses des US-amerikanischen Repräsentantenhauses, John Conyers, hat nun zusammen mit elf weiteren Politikern einen Gesetzesentwurf zu Verschärfung der Sanktionen gegen urheberrechtliche Vergehen vorgelegt.PRO IP

In einer Mitteilung wird der „Prioritizing Resources and Organization for Intellectual Property Act (PRO IP)“ vorgestellt. Grundtenor: härtere Strafen und strengere zivil- und strafrechtliche Bestimmungen bei Copyright- und Markenverletzungen.

Zehn Jahre Haft

Die derzeitige Höchststrafe pro Copyright-Vergehen beträgt 30.000 US-Dollar. Zum einen sollen die Erststrafen empfindlich erhöht werden, zum anderen sollen im Wiederholungsfall Haftstrafen im Rahmen von zehn Jahren durchgesetzt werde. Computer und andere Hardware, die zum Erstellen von Raubkopien eingesetzt oder mit denen Copyright-Vergehen begangen wurden, sollen in Zukunft Justizministerium konfisziert und weiterverkauft werden dürfen.

Konkurrenzfähigkeit

„Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt in dem Kampf, unsere Konkurrenzfähigkeit auf dem weltweiten Markt zu verteidigen“, begründet Conyers in der Mitteilung des Justizausschusses die Initiative. Mit dem „PRO IP Act“ will man den Schutz des geistigen Eigentums, der für die US-Wirtschaft von enormer Bedeutung sei, sicherstellen. Das US-Justizministerium schätzt den jährlichen Schaden für die US-Industrie durch Copyright-Verletzungen auf bis zu 250 Milliarden Dollar und in weiterer Folge auf 750.000 Arbeitsplätze.(red)


Links Mitteilung zu „Bill to Protect Creative and Intellectual Property Rights“

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?ressort=napster