Archiv für September 2007

Schäuble 2.0

09/23/2007

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By Carsten Albrecht, July 8th, 2007, 11:18

Man kann gar nicht soviel essen, wie man kotzen muss. Da sitzt man entspannt morgens am Rechner, und dann liest man, wie unser allseits beliebter durchgeknallter Rollstuhlfahrer im Amte des Bundesinnenministers der Welt unverhohlen seine häßliche faschistische Fratze zeigt. Da mir einfach die Worte fehlen, meine Wut über diesen größten Verfassungsfeind, den dieses Land seit seiner Gründung je gesehen hat, auch nur halbwegs gesittet auszudrücken, zitiere ich kurzerhand den Artikel von heise online, in der Hoffnung, daß er von möglichst vielen noch denkfähigen Mitbürgern zur Kenntnis genommen und sein perverser Inhalt auch verstanden wird.

Bundesinnenminister Schäuble fordert in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel die Einrichtung eines Straftatbestandes der “Verschwörung”, die “Internierung” von “Gefährdern” und deren Behandlung als “Kombattanten”. Ähnliche Forderungen hatten in den USA zur Errichtung des Lagers Guantanamo geführt, dass demnächst möglicherweise von Kuba nach Kansas verlegt wird. Als deutsche Prajudizregelung für die Internierung soll der vor einigen Jahren eingeführte Unterbindungsgewahrsam für Fussballrowdys dienen. Auch die “gezielte Tötung von Verdächtigen” ist für Schäuble nicht etwa ein vom Grundgesetz strikt verbotenes Tabu, sondern ein “rechtliches Problem”, das nach Ansicht des Innenministers bisher noch “völlig ungeklärt” sei. Als Beispiel dafür führte er die mögliche Ergreifung von Osama Bin Laden an. Deshalb fordert Schäuble mehr rechtliche “Freiheiten” für die Regierung. Aus der SPD kamen laut Aussage des Innenministers in letzter Zeit “ermutigende Signale” für solche “Freiheiten”, vor allem im Hinblick auf die Legalisierung der sogenannten “Online-Durchsuchung”.

Die Maßnahmen seien Schäuble zufolge deshalb notwendig, weil sich Deutschland “im Fadenkreuz des islamistischen Terrorismus” befinde und er sich an die Zeit vor dem 11. September 2001 erinnert fühle. Die “Überwachung der Kommunikation” sei aus diesen Gründen “lebensnotwendig”. Mit diesen Äußerungen nimmt Schäuble auch unter den Vertretern des sogenannten “Feindstrafrechts” eine Extremposition ein, die viele Juristen als nicht mehr von der Verfassung gedeckt betrachten. In der 2004 durch den Aufsatz “Bürgerstrafrecht und Feindstrafrecht” von Günther Jacobs entbrannten Diskussion unter Straf- und Verfassungsjuristen wird über ein besonderes Strafrecht für “Staatsfeinde” nachgedacht, denen bestimmte Bürgerrechte verwehrt werden sollen, damit sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft werden können. Jakobs argumentiert in seinem Aufsatz, dass Menschen, welche die staatliche Rechtsordnung ablehnen oder sie gewaltsam ändern wollen, ihre Bürgerrechte verwirkt hätten. Das gelte laut Jakobs nicht nur für Terroristen, sondern auch für Kriminelle, die nach den Regeln informeller Gesetze lebten. (pem/Telepolis)

Sinngemäß fordert dieser wahnsinnige Faschist nichts anderes als die Wiedereinführung der Konzentrationslager und erdreistet sich, unverhohlen von der TÖTUNG von VERDÄCHTIGEN zu sprechen – noch nicht einmal von ÜBERFÜHRTEN Terroristen, sondern einfach nur von VERDÄCHTIGEN!! Wie kann es sein, daß in diesem Land ein so offensichtlicher Feind freiheitlich demokratischer Grundrechte für seine braune Propaganda nicht strafrechtlich verfolgt wird, sondern auch noch ungestraft einen Ministerposten der Bundesrepublik beschmutzen darf?

Es ist mir ein Rätsel, wieso dieser Mann nicht unverzüglich seines Amtes enthoben und in die Klappse eingeliefert wird. Kann man noch deutlicher als Schäuble von der Wiedererrichtung eines faschistischen, totalitären und menschenverachtenden Regimes reden?

Sollten die “Ideen” dieses Irren auch nur ansatzweise umgesetzt werden, sehe ich keine andere Chance mehr als aus diesem Land auszuwandern. Ich werde auf keinen Fall ein Leben in einem totalitären Machtapparat hinnehmen, in dem man seines Lebens nicht mehr sicher ist, sobald man auch nur andeutet mit dem Regime nicht einverstanden zu sein.

Es wird dringend Zeit, den Arsch hochzukriegen (siehe Button rechts in der Sidebar) und das zu tun, was unsere etablierten Medien als vierte Staatsgewalt seit Monaten kläglichst vermissen lassen – unsere Umwelt zu informieren, welche staats- und demokratiefeindlichen Umtriebe sich in unserem Bundesinnenministerium manifestieren. Denn es steht zu befürchten, daß die längst überfällige Amtsenthebung dieses Terroristen (ja, genau das ist er, ein Terrorist!) erst in die Wege geleitet wird, wenn ein Aufschrei durch die breite Masse geht. Und wie schon 1933-45 steht ebenfalls zu befürchten, daß dieser Aufschrei ausbleibt, da die Medien die Hände in den Schoß legen und lieber über solchen Schwachsinn wie die Tour-de-Doping, Live Earth oder Knut “berichten”.

Gefunden bei http://www.4null4.de/

Bild: http://www.lahnix.de/blog/2007/04/19/links-for-2007-04-18/

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Versuchstier – Kind

09/21/2007

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Da es den meisten Kinder auf der Welt schlecht geht, sollte man die Kinder die ein glückliches Leben haben könnten auch noch zum weinen bringen und psychisch unter Druck setzen.
Es werden viel zu wenig Kinder durch ihr Umfeld, ihre durch Fernsehen und saufen verblödeten Eltern, welche nur mehr ungern ihre kostbare Zeit für die eigenen Kinder opfern, zu sozialen Krüppeln erzogen.

Nein, es muss auch noch eine Fernsehsendung her, wo Erwachsene unter irgendeinem daher gezauberten Deckmantel die Kinder für ihre eigenen Interessen quälen.

Heimweh, Streit und viele Tränen

Haben wir im Reality-TV nicht schon alles gesehen? Keifende Menschen im Container, Maden essende Menschen im Dschungel, sich schminkende Girls im Camp. Nein, wir haben noch nicht alles gesehen, meint der US-Sender CBS. Deshalb hat er kleine Menschen für 40 Tage in eine Geisterstadt gesteckt. 40 Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren, auf sich alleine gestellt in einem runtergekommenen Wild-West-Kaff irgendwo in New Mexico. Bereits bevor die neue Show ausgestrahlt wurde, hat es in den USA Kritik gehagelt. Eben weil die Hauptdarsteller Kinder sind, die vielleicht nicht immer wissen, was sie tun. Gestern Abend war die Premiere von „Kid Nation“ – so der Titel der Reality-TV-Show.

Von Anna Engelke, NDR-Hörfunkstudio Washington

Kid Nation Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Aus dem Teaserfilm von Kid Nation ]
„Kid Nation ist die Show, über die am meisten in diesem Herbst gesprochen wird.“ So lautet die vollmundige Ankündigung von CBS und es geht noch weiter: „Sie haben so viele Meinungen zu der Show gehört. Die Erwartungen sind den Sommer über gewachsen, bilden Sie sich jetzt ihr eigenes Urteil.“

40 Kinder auf sich alleine gestellt in einer abgerockten Westernstadt mitten in der Steppe von New Mexiko. Sie müssen auf dünnen Matratzen schlafen, selbst kochen, abspülen, sie haben weder Strom noch fließend Wasser. Das Wasser müssen sie per Hand an die Oberfläche pumpen. Das dauert ewig, sagt ein Mädchen.
Es wird viel geweint

Kid Nation Großansicht des Bildes In Kid Nation geht es darum, wie kompliziert es ist, sich selbst zu organisieren. Die Anführer sind zwei Mädels und zwei Jungs. Dass es gar nicht so einfach ist, sich durchzusetzen, stellt der elfjährige Mike an einer Stelle entnervt fest. „Ich versuche, dass das hier funktioniert. Es ist wirklich enttäuschend“, sagt Mike und muss weinen.

Geweint wird viel in der Sendung. Die Kinder haben Heimweh, es gibt Streit über alles mögliche: wer abwäscht, das Klo sauber macht, und, und, und. Aber es gibt auch die kleinen Helden wie den 14-jährigen Michael: „Es geht hier nicht nur um euch selbst“, sagt er seinen Mitstreitern. „Es geht darum, zu beweisen, dass wir Kinder in allen Altersgruppen uns organisieren und zusammenarbeiten können.“

Kid Nation ist eine durch und durch amerikanische Sendung. Am Ende jeder Folge gewinnt jeweils ein Kind einen Stern aus Gold, der 20.000 Dollar wert ist. In dieser Folge war es die 14-jährige Sophia, die immer für alle gekocht hat. Zur Feier des Tages darf sie ihre Mutter anrufen und von ihrem Gewinn erzählen.
Kinder stehen unter großem psychologischen Druck

Tom Forman Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Produzent Tom Forman bei einem Interview zu „Kid Nation“ ]
Die öffentliche Kritik vor der Premiere von Kid Nation war immens: vier Kinder seien verletzt worden, weil sie aus Versehen Bleiche getrunken hätten. Außerdem sei der psychologische Druck für die Jungs und Mädels zu groß gewesen. Kurz: es gehe nicht, Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren sich selbst zu überlassen.

Der Produzent Tom Forman weist diesen Vorwurf zurück: „Da waren Kameraleute, Produzenten, ein Arzt, ein Kinderpsychologe – im Fall, dass etwas schief geht. Diese Leute waren da.“

Auch wenn Kid Nation im Fernsehen harmlos rüberkommt. Die Verträge, die die Eltern der 40 Kinder unterschreiben mussten, haben es in sich. CBS zahlt jedem Kind 5000 Dollar, jegliche Haftung für seine Hauptdarsteller aber lehnt der Sender ab. Über Interna zu sprechen ist allen Beteiligten für die nächsten drei Jahre verboten. Bei Verstoß droht eine Strafe von bis zu fünf Millionen Dollar.
„Es geht vor allem ums Geld“

Es gehe CBS nicht darum zu zeigen, wie sich Kinder selbst regieren, sondern darum Geld zu machen, meint Cindy Osbrink. Sie betreut seit 14 Jahren Kinder in der Filmindustrie und sie sieht vor allem die Eltern in der Pflicht, die ihre Töchter und Söhne bei der Reality-TV-Show mitmachen lassen. „Es ist ein Geschäft“, stellt sie nüchtern fest. „Die Eltern haben sich bestimmt um das Wohlergehen ihrer Kinder gesorgt, aber es geht vor allem ums Geld und darum, eine erfolgreiche Show zu machen.“

Und tatsächlich, trotz aller Kritik ist CBS von seinem Konzept überzeugt. Die Castings für die nächste Staffel laufen bereits.

quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/kidnation4.html

Trüben Traumata die Urteilsfähigkeit des Ministers?

09/21/2007

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Trüben Traumata die Urteilsfähigkeit des Ministers?

„Um einen Lebenden zu verstehen, muss man wissen, wer seine Toten sind. Und man muss wissen, wie seine Hoffnungen endeten – ob sie sanft verblichen oder ob sie getötet wurden. Genauer als die Züge des Antlitzes muss man die Narben des Verzichts kennen.“ ( [extern] Manès Sperber)

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In den [extern] Blogs wird heftig darüber spekuliert, und nicht nur in den Postings auf Heise [extern] vermuten es eine Menge Leser, sondern auch in den Foren von [extern] Focus, dem [extern] Tagesspiegel und der [extern] Süddeutschen Zeitung: leidet Schäuble nicht nur an den körperlichen Folgen des Attentats, sondern auch an einer traumatisierten Psyche, die seine Wahrnehmung entscheidend trübt?

Posttraumatische Belastungsstörung

Obwohl sich keine Ferndiagnosen stellen lassen und das Innenministerium über die Krankengeschichte des Ministers weit weniger umfassend Einsicht gibt, als es der Minister von seinen Bürgern gerne hätte, spricht einiges für das Vorliegen einer sogenannten Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Selbst wenn man die recht engen Kriterien der professionellen Psychologie für die Entwicklung einer solchen Störung anlegt – Todesgefahr oder schwere Verletzung -, kommt man im Fall Schäuble zum Ergebnis: das könnte passen. Naomi Breslau nahm in ihrer Studie von 1998 Schussverletzungen sogar als typisches Beispiel der PTBS-Auslöserkategorie „mit Waffe verletzt“, die ihr zufolge bei Männern mit einer Wahrscheinlichkeit von 18,1% zu einer PTBS führt.

Würde Schäuble nicht auffällig handeln, könnte man immer noch davon ausgehen, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 4/5 keine Posttraumatische Belastungsstörung vorliegt. Aber Schäuble verhält sich auffällig und dieses auffällige Verhalten passt auffallend gut in die Symptomatik der Posttraumatischen Belastungsstörung. Vor allem die Hypervigilanz, die übersteigerte Schreckhaftigkeit, das Wahrnehmen abstrakter Gefahren als konkret und die dementsprechend falsche Interpretation dessen, was geeignet, erforderlich und angemessen ist. Das von Dr. Markos Maragkos im [local] Interview zu Posttraumatischen Belastungsstörungen genannte Beispiel des durch einen Unfall traumatisierten Autofahrers, der zur Vermeidung der Gefahr das Autofahren ganz sein lässt, erinnert frappant an Schäubles Umgang mit der Verhältnismäßigkeit, wenn es um die Methoden zur Vermeidung zukünftiger Verbrechen geht.

Ein ganz anderes Leben als vorher

Hinzu kommt, dass sich die Wahrscheinlichkeit zur Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung erhöht, wenn der Betroffene nach dem Ereignis ein ganz anderes Leben führen muss als vorher.

Seit Schäuble lebensgefährlich angeschossen wurde, ist er vom dritten Brustwirbel abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Eine erhebliche Einschränkung: keine Sexualität mehr, und ein Angewiesensein auf fremde Hilfe bis hin zu den täglichen sehr privaten Verrichtungen.

Vor dem 12. Oktober 1990 verlief sein Leben in ausgesprochen geregelten Bahnen: Sohn eines Steuerberaters, Jurastudium, Promotion über die „Berufsrechtliche Stellung von Wirtschaftsprüfern in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“, Eintritt in die Steuerverwaltung, Bundestag. Zu dieser Zeit interessierte sich Schäuble eher für Finanzen und machte während der Flick-Affäre durch einen Plan zur Amnestierung von Steuerhinterziehern auf sich aufmerksam.

Kurz vor dem Attentat übertrug ihm Helmut Kohl einen neuen, ungewohnten Aufgabenbereich: das Innenministerium mit den Zuständigkeiten für die innere Sicherheit. Das Attentat war der erste große Bruch in Schäubles Biografie – seitdem ging vieles schief für ihn. Kohl benannte ihn als Nachfolger und trat selbst wieder an, in der Spendenaffäre sagte die frühere CDU-Schatzmeisterin gegen ihn aus und der in die Affäre verwickelte Waffenhändler Schreiber beschuldigte ihn des Meineids. Zu guter Letzt scheiterte er sogar als selbsterklärter Kandidat für das Bundespräsidentschaftsamt peinlich an der eigenen Partei. In der Fernsehsendung „Schäubles Fall“ führte der gelähmte Politiker die Spendenaffäre auf eine „Intrige mit kriminellen Elementen“ zurück. Wer solche Verschwörungstheorien hegt, wird normalerweise nicht wieder in die große Politik vorgelassen – anders bei Schäuble. Die Berufung zum Innenminister im Kabinett Merkel war sein erster Erfolg seit damals – und eine Wiederholung der Ernennung von 1989, der bald darauf das Attentat folgte.

Symptom „Vermeidung“

Will Schäuble tief in seinem Innern eine Wiederholung dieses Ereignisses symbolisch vermeiden? Mit allen Mitteln? Mit dem grundgesetzwidrigen Ausbau der Überwachung, mit Präventivbefugnissen für das Bundeskriminalamt, mit dem Einsatz der Maut-Daten zur Strafverfolgung (mit dem er sich selbst zum Lügner stempelt), mit der unangekündigten Online-Durchsuchung (die alle Bürger in ständige Überwachungsangst versetzt und die freie Meinungsäußerung dementsprechend beeinflusst – bis hin zum Tagebucheintrag), mit bei Ämtern gespeicherten Fingerabdrücken und mit einigen Plänen für Grundgesetzänderungen, bis hin zum Einsatz der Bundeswehr im Innern?

Hinzu kommt, dass die Spekulationen nicht nur von Fremden kommen, sondern auch von Personen, die mit Schäuble persönlich Umgang haben – darunter nicht nur alte Parteigenossen, die meinen, er sei nach dem Attentat ein „völlig anderer“ geworden, sondern auch Mitarbeiter von Länderministerien, die hinter vorgehaltener Hand Berichte von sich geben, welche über die gewohnten Spitzen unter Politikern weit hinausgehen: nämlich, dass Schäuble in Ausschusssitzungen „regelmäßig durchdreht“ und ein „echt tragischer“ Fall sei.

War Schäuble nach dem Attentat in psychologischer Behandlung? Was wurde dort festgestellt? Litt er an einer Akuten Belastungsstörung? Sind etwaige akute psychische Symptome, die nach traumatischen Erlebnissen oft auftauchen, unbehandelt geblieben und haben sich chronifiziert? Über die ärztliche beziehungsweise psychologische Behandlung des Ministers nach dem Attentat schweigt sich das Innenministerium gründlich aus. Dabei wären die Antworten auf diese Fragen besonders im Lichte von Schäubles grundgesetzkritischen Äußerungen der letzten Zeit für die Öffentlichkeit durchaus von Interesse. Auch deshalb, weil sich eine Posttraumatische Belastungsstörung auf die Fähigkeit auswirken kann, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und angemessen auf sie zu reagieren: Die Einschätzung einer Gefahr durch einen Menschen, der an Posttraumatischer Belastungsstörung leidet, ist durchaus anders als die Einschätzung der gleichen Gefahr durch einen Menschen ohne diese Störung.

Klarheit bringen würde die Nennung der Behandlungen nach dem Attentat und eine Entbindung der behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht. Ein keineswegs außergewöhnlicher Vorgang, der nicht nur privat Krankenversicherten, sondern auch Bewerbern für besonders sensible Berufe ganz alltäglich abverlangt wird. Warum also entschließt sich Schäuble nicht von sich aus zu diesem Schritt? Weil ihm der Datenschutz plötzlich wichtig geworden ist? Oder weil er Material ans Licht bringen könnte, das seine Eignung als Innenminister in Frage stellt?

[local] Mehr zum Thema: Retraumatisierung und Hypervigilanzsymptome. Ein Interview mit Dr. Markos Maragkos zur Posttraumatischen Belastungsstörung

Quelle:http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/25/25046/1.html&words=Sch%E4uble&T=sch%E4uble