Archiv für August 2007

Schmerzmaschinen

08/03/2007

Medizinische Aspekte der Schmerzerzeugung
Olaf Arndt, Wolfgang Pircher 23.07.2007

Schmerzmaschinen Teil 2
Medizinische Aspekte der Schmerzerzeugung
Die Waffen
Schmerz in der Medizin

Im Dreiteiler über Schmerzmaschinen berichten Olaf Arndt und Wolfgang Pircher über eine neue Klasse von Waffen für den Einsatz im öffentlichen Raum, die mittels modernster Technologie wohl dosierte Portionen unerträglicher Schmerzen erzeugen. Die Folgen sind laut Hersteller: augenblickliche vollständige Unterwerfung der „Ziele“ (pain compliance), effektive Lähmung des gesamten Körpers für die Zeit der Anwendung und keine nachhaltigen Schäden an körperlicher Gesundheit und Psyche. Der Getroffene soll durch Schmerz im Schnellverfahren erzogen werden. Nicht über Jahre durch wiederholte Prügel soll er lernen. Mit einem Ausmaß von Schmerzen, die Geräte wie TASER oder ADS erzeugen, gelangt er nachhaltig innerhalb einer Sekunde „zur Vernunft“.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25686/1.html

Auch wenn in der Großhirnrinde Spuren radikaler Schmerzerlebnisse zurückbleiben (im „Schmerzgedächtnis“), kann der Mensch selbst den Schmerz nicht wirklich erinnern. Doch sein Körper kann es, hat dafür eigene Reaktionsmuster erfunden. Da aus politischen Gründen zugefügter Schmerz jedoch jenseits der mikrophysiologischen Ebene stets verbunden ist mit der Erfahrung von Demütigung, Erniedrigung und Diskriminierung, ist der Schmerz nie isoliert zu betrachten von den Phänomenen der Angst (vor Wiederholung) und der Depression (als Folge der Ohnmachtserfahrung, ihrer Unausweichlichkeit). Hierbei spielt auch die Zeitdauer der akuten Schmerzerfahrung eine wesentliche Rolle.

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Zensur im Web nimmt zu…………

08/03/2007

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…………..
In vielen Staaten wie China, Iran oder Saudi-Arabien wird mittlerweile systematisch das Web zensiert; manchmal geschieht dies auch unregelmäßig wie kürzlich bei YouTube in der Türkei, weil sich in einem Video über den Staatsgründer Atatürk lustig gemacht wurde. In Pakistan wurde Anfang März auf gerichtliche Anordnung der Zugang zu Tausenden von Websites blockiert, weil sie angeblich gotteslästerliche Inhalte enthalten. Jemen ließ den Zugriff auf die Website der Zeitung Al-Shora sperren, weil diese die Regierung kritisiert hatte.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/86865

Zehn Länder, darunter China, Iran, Tunesien, Burma oder Usbekistan, bezeichnet Deibert als dauerhafte Zensierer. Es häufen sich jedoch auch die Sperrungen ganzer Angebote wie Bloganbieter (beispielsweise LiveJournal in China) oder YouTube in der Türkei.

Bush hebelt Briefgeheimnis aus

08/03/2007

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Bush hebelt Briefgeheimnis aus
Florian Rötzer 05.01.2007

Der US-Präsident hat bei Unterzeichnung eines neuen Postgesetzes Sicherheitsbehörden das Recht eingeräumt, Briefe ohne richterliche Genehmigung öffnen zu dürfen
US-Präsident Bush hat wieder einmal Bestimmungen in einem Gesetz bei der Unterzeichnung ausgehebelt – und damit auch den Kongress als Gesetzgeber erneut beiseite geschoben, um den Sicherheitsbehörden das Recht zu eröffnen, nun auch Briefe ohne richterliche Genehmigung öffnen zu können. Diese Praxis wird mit der „Unitary Executive Theory“ gerechtfertigt, die Bush exzessiver nutzt als jeder andere Präsident vor ihm (Das Gesetz bin ich). So braucht das Weiße Haus kein Veto einzulegen, sondern passt unter der Hand und oft nicht bemerkt die Gesetze an die eigenen Interessen an. Man darf darauf gespannt sein, ob der seit gestern einer Mehrheit der Demokraten beherrschte Kongress diese stete Unterhöhlung der Demokratie weiter dulden wird. Im Weißen Haus rüstet man sich bereits für die vorhersehbaren rechtlichen Kämpfe um die bislang dem Präsidenten zugestandenen Befugnisse, die an vielen Fronten warten können. So ist gestern Harriet Miers, die Leiterin des Rechtsteams des Weißen Hauses, schon einmal zurückgetreten, weil sie als nicht hart genug für die anstehenden Auseinandersetzungen gilt.

US-Zollbehörden………………………..

08/03/2007

zollbehorde.jpg von David Böcking

……………verlangen zunehmend Zugriff auf die Habseligkeiten von Fluggästen – bis hin zur Computerfestplatte. Während Manager um ihre Firmengeheimnisse bangen, hoffen die Hersteller von „Freiheits-Schlössern“ auf gute Geschäfte.

Seit 2003 haben amerikanische Zöllner ein neues Leitbild. „Wir verteidigen die amerikanische Öffentlichkeit gegen Terrorismus“, heißt es darin, „und gegen die Instrumente des Terrors.“ Zu diesen Instrumenten zählen die Grenzbeamten nicht mehr nur Sprengstoff oder Waffen, sondern auch Computerfestplatten. Wie die amerikanische Heimatschutzbehörde bestätigt, haben Beamte das Recht, Laptops oder andere Datenträger zu beschlagnahmen.

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/149409.html

Eingriff wie eine Leibesvisitation

Im Vergleich zu einer Leibesvisitation sei die Untersuchung von Informationen auf einer Festplatte oder einem anderen Datenträger „ein mindestens ebenso großer, wenn nicht größerer Eingriff in die Würde und die Privatsphäre einer Person.“